CLASSICS
Mercedes Baureihen: Mercedes C 124
Der Coupé Klassiker: Modellgeschichte des C 124
Optisch aufgewertet sind die Seitenverkleidungen durch schmale Zierleisten aus poliertem Edelstahl, die sich auf der Oberseite von Bug- und Heckschürze fortsetzen und den vielfach vermissten Chromglanz nach langer Enthaltsamkeit in dezenter Form zurückbringen. Unterstützt wird dieser Effekt durch verchromte Zierstäbe an den Türgriffen sowie geänderte Radzierblenden, bei denen der Mercedes-Stern und ein schmaler Zierring am Umfang ebenfalls verchromt sind. Eine weitere Neuerung stellen die in Wagenfarbe lackierten Außenspiegelgehäuse dar. Umgestaltet präsentiert sich auch der Innenraum, der vorn und hinten verbesserte Sitze erhält und darüber hinaus mit zahlreichen Detailverbesserungen aufgewertet ist.
Sportline Paket
Für die modellgepflegte Baureihe 124 steht das bereits von den Modellen der Baureihe 201 bekannte „Sportline“-Paket als Sonderausstattung zur Verfügung. Äußere Merkmale sind das Sportfahrwerk, das mit Breitreifen der Dimension 205/60 R 15 auf Leichtmetall- oder Stahlfelgen der Größe 7 J x 15 bestückt sind, sowie eine um 23 Millimeter tiefergelegte Karosserie. Zum weiteren Ausstattungsumfang gehören um rund 20 Prozent straffer abgestimmte Federn und Stoßdämpfer sowie eine modifizierte Innenausstattung mit Lederlenkrad (Durchmesser: 390 statt 400 Millimeter) und Lederschalthebel sowie Einzelsitze vorn und hinten.
Facelift zum Juni'93
Im Juni 1993 werden alle Modelle der Baureihe 124 stilistisch überarbeitet und den anderen Typenreihen angepasst. Auffälligstes Kennzeichen der modifizierten Varianten stellt die nach dem Vorbild der S-Klasse umgestaltete Kühlermaske dar. Bei diesem sogenannten „Plakettenkühler“ ist der im Vergleich zur bisherigen Ausführung wesentlich schmalere Chromrahmen harmonisch in die Motorhaube integriert; der Mercedes-Stern sitzt wie bei den Limousinen der S-Klasse auf der Haube.
Nicht zu übersehen sind die Änderungen an den Leuchteinheiten: Die vorderen Blinkleuchten erhalten farblose Deckgläser, und die Heckleuchten haben bichromatische Abdeckungen, die im Bereich des Blink- und Rückfahrlichts einheitlich weißgrau gefärbt sind. Das gelbe Blinklicht wird dabei vorn wie hinten über farbige Glühbirnen erzeugt. Weitere Änderungen betreffen Räder und Stoßfänger. So gibt es für die Stahlscheibenräder neue Radzierblenden im Sechsloch-Design, und die Schutzleisten der Stoßfänger sind nun in der Farbe der Anbauteile lackiert. Die Schutzleiste des Heckstoßfängers ist außerdem bis zu den Radausschnitten verlängert.
Neue Nomenklatur
Mit dem Verkaufsbeginn der überarbeiteten Modelle tritt im Juni 1993 auch für die Baureihe 124 eine neue Nomenklatur in Kraft. Analog zur S-Klasse und zur neuen C-Klasse der Baureihe 202 heißt die Mittlere Klasse nun E-Klasse, und die Typenbezeichnungen folgten einem modifizierten System. Dabei ist ein Buchstabenkürzel, das die Klassenzugehörigkeit dokumentiert, der dreistelligen Zahl, die nach wie vor auf dem Hubraum basiert, vorangestellt.
Das bisher für „Einspritzmotor“ stehende „E“ kann entfallen, da Vergasermotoren nun der Vergangenheit angehören. Auf eine Verschlüsselung der ohnehin ersichtlichen Karosserievariante durch „C“ für das Coupé oder „T“ für das T-Modell wird ebenfalls verzichtet. Nach der neuen Nomenklatur heißen die Zweitürer nun E 220 Coupé und E 320 Coupé; auf dem Typenschild sind allerdings nur Klassenzugehörigkeit und Hubraum dokumentiert.
Power E-Klasse: E36 AMG
Für den sportlich ambitionierten Coupé-Liebhaber steht von September 1993 an der Typ E 36 AMG und damit eine leistungsstärkere Variante zur Verfügung, die mit einem 200 kW starken 3,6-Liter-Vierventilmotor von AMG ausgerüstet ist. Das Aggregat entsteht bei AMG aus dem Serienmotor M 104 mit 3,2 Liter Hubraum, dessen Bohrung auf 91 Millimeter erweitert ist, der Hub auf 92,4 Millimeter. Serienmäßig ist ein Viergang-Automatikgetriebe. Räder und Bremsen sind der höheren Leistung angepasst, die Hinterachsübersetzung (1:2,82) ist kürzer.
Das neue Coupé-Topmodell der Baureihe 124 hebt sich durch dezent vergrößerte Anbauteile auch stilistisch von seinen weniger dynamischen Schwestermodellen ab. Frontspoiler, Seitenschweller und Heckschürze sind in Wagenfarbe lackiert und harmonisch in die Karosserieform integriert; abgerundet wird das Bild von den serienmäßigen Leichtmetallrädern (Durchmesser: 43,18 Zentimeter) im AMG-Design.
Neun Jahre Bauzeit und dennoch exklusiv!
Die Produktion der E-Klasse-Coupés der Baureihe 124 endet im März 1996, neun Jahre nach dem Debüt auf dem Genfer Automobilsalon. Für Coupé-Liebhaber bricht damit eine schwere Zeit an, ist die Markteinführung der Nachfolgemodelle doch erst für Sommer 1997 vorgesehen. Insgesamt entstehen in Sindelfingen 141 498 Exemplare, gut 40 Prozent mehr als von den Vorgängertypen.
Was zunächst viel klingen mag, relativiert sich bei einem Blick auf das gesamte Produktionsvolumen dieser Baureihe: Inklusive aller Karosserievarianten entstehen fast 2,6 Millionen Fahrzeuge. Heute sind zwar noch vergleichsweise viele Coupés im täglichen Einsatz, doch ihr Auftreten im Straßenbild ist das, was es schon früher war: exklusiv.
GALERIE: EXKLUSIVER MERCEDES KLASSIKER: DAS COUPÉ DER BAUREIHE 124
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Kommentare: 3
Aktualisiert: Montag, 06. Februar 2012
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cynar » Manfred aus Herne (70)
Heute fahre ich wieder ein Coupe, nach vielen Ausflügen in andere Fahrzeugtypen der MB Marke.
Ich muss sagen ich bin wieder angekommen, bei meinem Lieblingstyp, der MB Marke.
Deshalb freue ich mich auch auf Samstag nach Herne, zur MB-Niederlassung Henning, zu gehen.
Denn dort wird das neue E-Klasse-Coupe und -Cabriolet vorgestellt! Ich bin gespannt, auf das neue Coupe, aber auch das Cabriolet wird begutachtet, obwohl ich keines mehr nehmen werde!
cynar » Manfred aus Herne (70)
Mein erster neuer Mercedes war ein 123ér 230CE Coupe, aus dem Baujahr April 1982. Er war damals mit 35.000 DM schon etwa 5.000 DM teurer als die Limosine. Ich habe ihn sehr gerne gefahren. Auch er hatte damals schon den Gurtbutler und eine Eigenständigkeit.
JUB » J. aus Essen (21)
mein Lieblingsyoungtimercoupé...