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Mercedes-Benz Baureihen: Gutes von Gestern: 30 Jahre G-Modell

Generation G: ein Kultauto fürs G-lände!
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G wie Geländewagen! Wie, Sie können sich an diesen Begriff nur schwer erinnern? Das kommt vom SUV! Die Sport Utility Vehicles haben mit ihren vorzeigetauglichen Manieren – man schaut aus als ob man könnte, das aber kultiviert – den klassischen Geländewagen in der Gunst der Kunden längst überholt. Wer spricht da also noch vom Geländewagen? G-Fahrer! Und das zu Recht!

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30 Jahre G-Klasse - oder die seltene Möglichkeit, einen Klassiker frisch ab Werk zu kaufen!

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Nun dem G-Modell dürften Probleme mit der Nomenklatura relativ schnuppe sein, die kantige Kiste hat schon ganz andere Dinge wegstecken müssen. So etwas wie Mitbewerber zum Beispiel. Vom Landrover Defender vielleicht einmal abgesehen aber sind diese längst ebenfalls Geschichte. Und komm mir bitte keiner mit dem Toyota-Landcruiser. Mag es bei den ersten Generationen von Landcruiser und G vielleicht noch so etwas wie ansatzweise eine Seelenverwandschaft gegeben haben, so verweichlichte der Toyota zunehmends, während der G in seinen Grundzügen immer noch der gleiche Charakter geblieben ist. Naja, vielleicht ist ein wenig Altersmilde hinzugekommen. Aber das werden nur diejenigen feststellen, die schon auf der ersten Generation G herumgeritten sind

Die G-Klasse ist sich und ihren Anhängern 30 Jahre lang treu geblieben!

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Der zum Start lieferbare Station Wagen lang ist auch heute noch im G-Programm (Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!)

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Fakt ist, in 30 Jahren hat sich die Optik nur marginal verändert und der G ist zum Kult gereift, den man auch heute noch ladenneu kaufen kann. Und Kult ist er zu recht geworden. Nicht nur, dass er seine Nehmerqualitäten in zahlreichen militärischen Härteeinsätzen unter Beweis gestellt hat (Kunststück, schließlich ist er zusammen mit Steyr genau für diesen Zweck konstruiert worden), nein, er konnte auch die Paris-Dakar gewonnen, er hat es zum Papamobil gebracht und repräsentiert als dienstälteste Mercedes-Modellreihe immerhin gut ein Viertel, der seit 120 Jahre andauernden Mercedes-Benz-Geschichte. Wer sich der G-Klasse heute nähern will, der sollte sich vor allem aber über eines im Klaren sein: soll es die komfort-orientierte Baureihe G 463 oder die nutz-orientierte Baureihe G 461 sein. Übrigens: Mercedes bietet aktuell auf Basis beider Baureihen zum 30. Jubiläum mit dem Edition 30 Pur sowie dem Edition 30 für jede Baureihe ein Sondermodell an.

Alles für den G: Daimler und Steyr kooperieren

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Design-Vorschläge für das G-Modell aus den frühen Siebzigern!

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Der Urknall für das G-Modell fand irgendwann Ende 1972 statt. Ein Kooperationsvertrag zwischen der Daimler-Benz AG und der damaligen Steyr-Daimler-Puch AG im österreichischen Graz. Ziel des Abkommens war die Entwicklung eines leichten Geländefahrzeugs mit Vierradantrieb. Im Auge hatten die Unternehmen dabei nicht nur den gewerblichen und privaten Nutzen, sondern natürlich auch die Verwendungsfähigkeit beim Militär.

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Und der G brachte alles mit, was ihn zum Allesüberwinder machte: z.B. einen robusten Leiterrahmen mit zwei Starrachsen, zwei Differenzialsperren mit 100 % Sperrwirkung, sowie ein vollsynchronisiertes Verteilergetriebe, das bei allen Fahrzuständen die Aktivierung des Allradantriebs erlaubte!
Was ihn nicht davor schützte, dass die iranische Revolutionsregierung eine getätigte Bestellung von 20.000 G-Modellen stornierte oder dass sich die Bundeswehr anfänglich für den Volkswagen Iltis entscheid - aus Kostengründen.
Dem scheinbaren Karriere-Knick folgte dann ein wahrer Siegeszug!

Der erste Prototyp des G-Models kam 1973

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Nach vielen Zeichnungen, Entwürfen und Diskussionen stellten die Designer im April 1973 das erste Holzmodell des künftigen Geländewagens im Maßstab 1 : 1 fertig; ein Jahr später rollte schließlich der erste fahrbereite Prototyp aus der Grazer Werkshalle. Er unterschied sich äußerlich kaum von der späteren Serienversion. Für den Innenraum wählten die Designer zunächst eine einfache, aber zweck-mäßige und funktionsgerechte Gestaltung mit lackierten Blechoberflächen und sparsamer Innenverkleidung. Durch das Zwei-Speichen-Lenkrad blickte der Fahrer auf eine einfache Instrumententafel mit Tachometer und Funktionsleuchten. In der Mitte fand er griffgünstige Drucktastenschalter sowie die Regler für Heizung und Lüftung. Aber bereits zu Beginn seiner langen Karriere war für das G-Modell auch eine gehobenere Innenausstattung vorgesehen. Sie beinhaltete zum Beispiel Formschaumteile, die einige der Blechflächen abdeckten.

Das große 4x4: vier Grundvarianten und vier MotorenKarosserievarianten

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Das Lieferprogramm umfasste zum Produktionsstart neben den drei Karosserievarianten Cabrio, Station Wagen und Kastenwagen (die beiden letzten mit langen und kurzem Radstand/Zur besseren Ansicht bitte Bild anklicken!) auch eine offene Militärversion mit Planenverdeck. Als Antriebsquelle standen vier Motorvarianten zur Verfügung: 240 GD (Vierzylinder-Diesel mit 72 PS), 300 GD (Fünfzylinder-Dieselmotor mit 88 PS), 230 G (Vierzylinder-Ottomotor mit 102 PS oder 90 PS) und 280 G (Sechszylinder-Benzinmotor mit 150 PS)

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Kommentare: 1
Aktualisiert: Dienstag, 17. Februar 2009

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HerrLehmann » Richard aus Düsseldorf (62)

Do, 19.02.2009 // 17:23 Uhr

Interesanter Bericht, aber ich hätte mir vielleicht ein bisschen mehr über den AMG G55 gewünscht. Aber ansonsten, weiter so!

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