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CLASSICS

Große Männer, mutige Frauen & legendäre Autos

Die Mercedes-Chronik des Jahres 1951

Patent für die „Knautschzone“ – der Klügere gibt nach

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Im Ponton-Mercedes von 1953 erlebt die 1951 patentierte Sicherheitsfahrgastzelle mit Knautschzonen ihre Serien-Premiere.

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Der Name des Ingenieurs Béla Barényi ist untrennbar mit der Marke Mercedes-Benz verknüpft. Schließlich trägt er maßgeblich dazu bei, den Wagen mit dem Stern ein beispielhaft hohes Sicherheitsniveau mit auf den Weg zu geben. Ein besonders legendäres Beispiel dafür ist das „Prinzip der gestaltfesten Fahrgastzelle. 1951 meldet er diese Idee zum Patent an, die 1952 unter der Nummer 854157 auch erteilt wird. Dahinter verbirgt sich nicht mehr und nicht weniger, als die zur Serienreife gebrachte Karosserie mit gestaltfester Fahrgastzelle und Knautschzonen – ein Meilenstein automobiler Sicherheit. Nur zwei Jahre später ist es dann soweit: Mit dem Ponton-Mercedes (W 120) läuft das erste Serien-Automobil vom Band, das über die von Barényi entwickelte Sicherheitstechnologie verfügt.

Große Literatur und ein kleiner Skandal im Kino

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Sicherlich eine Sünde wert: Mercedes 300 in Coupe-Form.

1951 werden in Deutschland erstmals die Deutschen Filmpreise vergeben. Gleich mehrfach kann dabei Erich Kästner abräumen: Er erhält als bester Drehbuchautor das Filmband in Gold und wird für „Das doppelte Lottchen“ auch noch mit dem Titel „Bester abendfüllender Spielfilm“ ausgezeichnet.
Von dieser Ehre ist der Film „Die Sünderin“ weit entfernt. Statt Preise und Lob gibt es Schimpf und Schande, weil Hauptdarstellerin Hildegard Knef in einer Nacktszene doch tatsächlich nackt zu sehen ist! Zuviel für das damals noch ziemlich prüde Deutschland. Der Film wird besonders von der Kirche hart ins Gebet genommen, seine Ausstrahlung vielerorts untersagt. Doch gerade das sorgt letztlich dafür, dass „Die Sünderin“ ein wahrer Publikumserfolg wird.

Der Unimog ackert jetzt für Mercedes

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Das Folgende könnte für den einen oder anderen Mercedes-Freund ein Schock sein: Der Unimog, jener ebenso legendäre wie unaufhalt- und unkaputtbare Geländegänger, ist gar kein gebürtiger Mercedes! Stattdessen wird der Unimog 1950 von der Firma Boehringer übernommen und unter Mercedes-Führung weitergebaut. Das geschieht ab dem 3. Juni 1951 im Werk Gaggenau, dennoch trägt der Unimog noch nicht den Mercedes-Stern, sondern einen Ochsenkopf als Markenzeichen. Der Stern prangt erst ab 1953 auf der Karosserie. Macht aber nichts, denn die Qualitäten des Unimog stehen außer Frage und werden von Mercedes in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich ausgebaut. Doch zunächst reichen dem „Universal-Motorgerät“ seine 25 PS, die sich über 6,5 x 20 Zoll große Räder gnadenlos mit dem Boden verzahnen. Die kompakten Abmessungen und das überschaubare Gewicht tun ein übriges, um den Unimog zur Allzweckwaffe abseits befestigter Straßen zu machen.

Rennfahrer, Rocksänger und Fußballhelden

1951 gibt es gleich mehrfach „Talent-Nachschub“ für den Automobilrennsport. So erblicken Hans-Joachim Stuck, der leider schon verstorbene Manfred Winkelhock und das finnische Rallye-Ass Markku Alén das Licht der Welt. Fast noch besser sieht es für die Musikwelt aus: Mit Phil Collins, Sting und Chris Rea setzen wahrhaft legendäre Musiker zu ihren ersten Schreien an. Aber wo Licht ist, da ist (absolut subjektiv gesehen) auch Schatten, was die Geburt von Schlagerstar Wolfgang Petry beweist. Unstrittig dürfte hingegen die Bedeutung des 51er-Jahrgangs für den deutschen Fußball sein. Schließlich werden die 74er-Weltmeister Paul Breitner und „Kopfballungeheuer“ Horst Hrubesch in diesem Jahr geboren. Apropos Kopf: Mit Anatoli Karpow kam 1951 ein Junge zur Welt, der mit seinem Genie wie kaum ein Zweiter die Schachwelt beherrschen sollte.
Fehlt zum guten Schluss nur noch ein Blick auf die Hits des Jahres in Deutschland. Hier sang sich Marika Rökk mit „Lass doch mal den kleinen Otto ran“ an die Spitze, dich gefolgt von der kleinen Cornelia (Froboess), die mit „Pack die Badehose ein“ einen Evergreen landete.

GALERIE: GROßE MÄNNER, MUTIGE FRAUEN & LEGENDÄRE AUTOS

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Aktualisiert: Montag, 01. Februar 2010

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