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Die Jubiläums-Kiste: 15 Jahre MERCEDES-BENZ Sprinter

Ganz schön was auf dem Kasten: Seit 1995 macht sich der multifunktionale und sprintstarke Transporter nützlich

Bewährt, beliebt, belastet: Seit 15 Jahren ist der Mercedes Sprinter in aller Herren Länder im Dienst der Menschheit unterwegs. Was hat er in dieser Zeit als Pritsche, Kastenwagen, Transporter und Sonderfahrzeug nicht alles geleistet!? Dem zuverlässigen Multitalent ist kein Weg zu weit und keine Aufgabe zu lästig - das sind gute Günde, um dem sprintstarken Alleskönner zu seinem 15. Geburtstag zu gratulieren.

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Mercedes-Benz Sprinter Typ 208 D Kombi, 1995

So sieht ein Erfolgstyp aus: kurze Haube, traktionsstarker Hinterradantrieb, moderne Optik, ein geräumiges Fahrerhaus, eine umfangreiche Motorenpalette, die ein gleichermaßen kraftvoller wie sparsamer neuer Direkteinspritzer-Dieselmotor krönt. Und als erstes Nutzfahrzeug des Konzerns verzichtet er auf Kürzel oder Ziffernkombination. Dieses besondere Kind, das Lieferanten, Spediteuren Transporteuren und anderen Gewerbetreibenden schnell die Lasten abnehmen sollte, bekam einen ebenso treffenden wie vielsagenden Namen: Sprinter!

Der Sprinter hat Fans und Verfechter

Bild: 'sprinter vor dem schiefen turm von pisa.jpg'

Übrigens, der Sprinter ist nicht nur braves Nutzfahrzeug, sondern er hat auch Fans und Verfechter! Es gibt Sprinter-Treffen und Sprinter-Foren und Menschen, die gern mit ihm arbeiten. Einige davon zeigen in unserem Online-Magazin Mercedes-Fans.de, wo sie überall mit ihrem Sprinter im Einsatz waren. Die Galerien, zeigen wir ihnen am Ende der Jubiläumsgeschichte.

Transportmeister in vier Gewichtsklassen

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Ebenfalls analog zu seinem Vorgänger, dem als „Bremer“ bezeichneten T1, gibt es den Sprinter am Beginn seiner Karriere mit vier Gesamtgewichten von 2,59 bis 4,6 Tonnen. Zu haben ist er als Kastenwagen, Kombi, Fahrgestell, Pritschenwagen und Doppelkabine und dies alles jeweils in drei Radständen, die geschlossenen Varianten zusätzlich in zwei Dachhöhen. Der besondere Schwerpunkt des Sprinters liegt dabei bei 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Mit drei verschiedenen Motoren (2,9-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer, 2,3-Liter-Vorkammer-Dieselmotor, 2,3-Liter-Benziner) geht der Sprinter an den Start. Die Kraftübertragung erfolgt jeweils über ein mechanisches Fünfgang-Schaltgetriebe auf die Hinterachse. Für jede Ausführung stehen mindestens zwei unterschiedliche Achsübersetzungen zur Wahl. Alternativ zum Schaltgetriebe folgt nach kurzer Zeit ein vollautomatisches Wandlergetriebe mit vier Schaltstufen.
Mit 160-km/h-Höchstgeschwindigkeit macht der der neue Mercedes-Benz Transporter seinem Namen alle Ehre.

Sicherheitsstandards? Aber sicher!

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Mercedes-Benz Sprinter 308 E mit Elektroantrieb, 1995

Von Beginn an hat der Sprinter Scheibenbremsen an allen Rädern. ABS und ein automatisches Bremsdifferenzial, sowie Fahrerairbag gehören in vielen Ländern zur Serienausstattung Damit setzt der Mercedes-Benz Sprinter neue Maßstäbe in seiner Klasse. Parallel zur Weiterentwicklung der konventionellen Antriebstechnik gelangen in Verbindung mit dem Sprinter auch alternative Antriebe (Erdgas- und Elektroantrieb) zur Serienreife. Schon 1997 bereichert eine erste Allradvariante die Sprinter-Modellpalette: Dieser Sprinter verfügt über einen elektropneumatisch zuschaltbaren Frontantrieb, wahlweise auch über eine zusätzliche Gelände-Übersetzung sowie ein Sperrdifferenzial und ist zugunsten der Bodenfreiheit deutlich höhergelegt. Ein permanenter Allradantrieb folgt später.

Der Sprinter macht sich beliebt

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Mercedes-Benz Sprinter auf der IAA 2004

Schon bald hat der „Neue“ den bewährten T1 überflügelt. Im Transporterwerk Düsseldorf werden im Dreischichtbetrieb etwas mehr als 500 Transporter pro Tag gefertigt. Zum Ende seiner Karriere erreicht der erste Sprinter im Jahr 2005 mit rund 150.000 Exemplaren sogar einen neuen Produktionsrekord. Zu verdanken ist dies dem maßgeschneiderten Konzept. Die Kunden schätzen die zahlreichen Aufbau- und Gewichtsvarianten des Sprinter. Gleichzeitig weiß er mit souveräner Motorisierung, modernem Design und einem funktionell ausgestattetem Fahrerhaus zu überzeugen.

Modellpflege? Ja, bitte!

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Eine tief heruntergezogene Motorhaube, in die der Stern harmonisch hineinragt, kennzeichnet das neue Sprinter-Gesicht. In der Kabine fällt vor allem die völlig neu gestaltete, geschwungene Instrumententafel auf. Sie erreicht in Form und Materialqualität Pkw-Niveau. Neben zusätzlichen Komfortdetails fällt vor allem der griffgünstig gestaltete Schalthebel in Form eines Joysticks ins Auge. Alle Sitze des Sprinter sind nun mit Dreipunkt-Sicherheitsgurt ausgestattet.

Bild: 'Mercedes Benz Sprinter Transporter Kastenwagen Pritsche Sonderaufbau001.jpg'

Gleichzeitig fährt der Sprinter eine ganz neue Generation von Dieselmotoren sowie das automatisierte Getriebe Sprintshift auf. Die CDI-Motoren mit vier und fünf Zylindern sowie 2,15 und 2,7 Liter Hubraum verfügen über eine Leistungs-Spannweite von 60 kW bis 115 kW. Der kräftigste Motor bietet nicht nur den Leistungs-Spitzenwert seiner Klasse, er verfügt ebenfalls über ein seinerzeit beeindruckendes maximales Drehmoment von 330 Nm. Mit Blick auf die Sicherheit ist die Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt. Alternativ übernimmt jetzt Sprintshift die Kraftübertragung, ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe mit elektrohydraulischer Schaltung und automatischer Kupplungsbetätigung.

Six-Packer: Der Sprinter als Sechstonner

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Exakt 5,99 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht erreicht der 2001 gebrachte Sechstonner 616 CDI

Zu Beginn des Jahres 2001 stockt Mercedes-Benz das Programm mit dem Sprinter 616 CDI deutlich auf. Es gibt ihn als Fahrgestell, Pritschenwagen und Doppelkabine mit 5,99 Tonnen Gesamtgewicht sowie abgelastet mit 5,0 Tonnen Gesamtgewicht. Im Jahr 2002 erfährt der Sprinter eine weitere Aufwertung. Klarglas-Scheinwerfer und zweifarbig in Rot-Weiß gehaltene Rückleuchten unterstreichen die markante Linie des Transporters und verbessern die Funktionalität. Ein modifizierter Kühlergrill und weiße Seitenblinker runden das neue Erscheinungsbild ab.
Unterm Blech halten größere Bremskraftverstärker sowie ESP in allen geschlossenen Varianten des Sprinter bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht Einzug.

Der Sprinter macht weltweit Karriere

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Seit 2002 hat sich der Sprinter in den USA und Kanada etabliert. Die Konzernmarke Freightliner vertreibt ihn sowohl unter eigenem Namen als auch für die Marke Dodge. Längst ist der Sprinter in mehr als 100 Ländern der Erde unterwegs. Bei diesen Erfolgen nimmt es wenig Wunder, dass der Sprinter im Lauf seiner Karriere mit zahlreichen Preisen und Trophäen ausgezeichnet wird. Ob „Van of the year“, „Deutscher Nutzfahrzeugpreis“, in unterschiedlichen Ländern „Transporter des Jahres“ oder gleich mehrfach die Transporterwertung bei der Wahl „Die besten Nutzfahrzeuge“ sowie in der Reisemobilvariante James Cook die Wertung zum „Reisemobil des Jahres“ – der Sprinter gehört zu den meistdekorierten Transportern aller Zeiten. Mit insgesamt fast 1,4 Millionen verkauften Fahrzeugen ist der Sprinter der ersten Generation von 1995 bis 2006 der Bestseller seiner Klasse in Europa geworden. Sein Ruf ist legendär.

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Aktualisiert: Donnerstag, 28. Januar 2010

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