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Mercedes-Rekordfahrten: Need for Speed

Seit über 100 Jahren gibt Mercedes Vollgas

C 111-IID, -III, -IV: Es riecht nach Rekorden und auch nach Diesel

Bild: 'mercedes-fans.de_004.jpg'

Als Vorreiter der Dieseltechnologie sucht Mercedes in den 1970ern nach einem eindrucksvollen Beweis für Leistungsfähigkeit der hauseigenen Selbstzünder. Da kommt die frisch ausgemusterte Supersportwagen-Studie C 111 gerade recht. Ihr wird das Wankel-Herz entrissen und stattdessen ein 190 PS starker Diesel-Fünfzylinder implantiert. Der ansonsten kaum veränderte Wagen bekommt den Namen C 111-IID und darf sich erstmals 1976 auf dem Hochgeschwindigkeitsoval in Nardo, Italien, austoben. Das Ergebnis: Alle bis dahin von Dieselmotoren aufgestellten Geschwindigkeits- und Beschleunigungsrekorde werden geradezu pulverisiert. 1978 geht es erneut nach Italien. Der Wagen heißt jetzt C 111-III, besitzt einen Ladeluftkühler, 230 PS und eine Karosserie, die nur noch entfernt an C 111 erinnert. Sie folgt konsequent der Lehre der Stromlinie, was im Hinblick auf die angestrebte Höchstgeschwindigkeit auch logisch erscheint. Der nächste Rekordwagen, genannt C 111-IV, geht 1979 noch weiter. Zum einen trägt er markante Spoiler, eine geänderte Front und zwei Heckflossen, zum anderen wütet unter der Karosserie ein 4,8 Liter großer V8-Benziner mit satten 500 PS. Mit 403,978 km/h setzt der C 111-IV eine neue Rekordmarke für Rundstrecken.

190 E 2,3-16: Das Baby rennt – und wie!

Bild: 'mercedes-fans.de_009.jpg'

Bei seinem Debut noch als „Baby-Benz“ bezeichnet, zeigt der 190 E schnell, was in ihm steckt. Dazu gehört auch das Talent zum Rekord-Brecher. Am 13. August 1983 ist es soweit: Drei Mercedes-Benz 190 E 2,3-16 starten mit leicht modifizierter Karosserie, Kühlung und Lenkung zur Rekordjagd. Ihre Aufgabe lautet, 50.000 Kilometer am Stück zu absolvieren und das bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 240 km/h. Die Mercedes-Benz-Ingenieure gehen davon aus, dass dafür gut acht Tage benötigt werden – wenn nichts schief geht. Schließlich handelt es sich um eine „Rekordfahrt mit Zuverlässigkeits-Nachweis“. Und genau diesen Nachweis erbringt der 190er ohne wenn und aber. Der einzige Defekt ist ein gebrochener Verteilerfinger. So kann sich das Team nach 201 Stunden, 39 Minuten und 43 Sekunden nicht nur über das gelungene „Experiment“, sondern auch über drei Weltrekorde und neun internationale Klassenrekorde
freuen.

E 320 CDI: Die Welt ist nicht genug

Bild: 'mercedes-fans.de_010.jpg'

Nein, tatsächlich muss sich der Mercedes-Benz E 320 CDI, praktisch als Jungfernfahrt, einer vierfachen Erdumrundung stellen! Das bedeutet 160.000 Kilometer nonstop. Am 1. April 2005 ist es soweit: Insgesamt drei E 320 CDI starten zu ihrem Ultra-Marathon, bei dem sie 30 Tage lang, rund um die Uhr mit einem Durchschnittstempo von über 200 km/h bewegt werden. Begleitet werden sie dabei von drei Teams, bestehend aus je sechs Fahrern. Etwa alle zwei Stunden muss der CDI zum Volltanken an die Zapfsäule. Dabei erfolgt auch der Fahrerwechsel. Etwas längere Zwischenpausen gibt es lediglich bei den Inspektionen. Davon erhält jeder Wagen über die gefahrene Distanz zehn Stück – nicht mehr, als bei jedem Alltagsfahrzeug. Einen Monat später ist es geschafft: Alle drei Wagen haben die Welt (in Kilometern gemessen) vier Mal umrundet.

GALERIE: MERCEDES-REKORDFAHRTEN: NEED FOR SPEED

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Aktualisiert: Mittwoch, 18. November 2009

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