Der spektakuläre Mercedes-Benz 300SLFlügeltürer wurde nur drei Jahre lange gebaut. 1400 Exemplare des auch „Gullwing” genannten Schönen Sterns verließen damals die Produktionsstätte - und machten den 300 SL schon damals zu einem seltenen Zeitgenossen. Damals entschied sich Daimler-Benz, auch eine offene Version des 300SL zu bauen. Im Frühjahr 1957 feierte der offene 300 SL seine Weltpremiere auf dem Genfer Automobilsalon.
Bereits Ende des Jahres hatte Mercedes-Benz die ersten 618 Exemplare des insgesamt nur 1858 mal gebauten Roadsters gefertigt. Um aus dem Flügeltürer-Coupe einen Roadster zu bauen, bedurfte es natürlich mehr, als nur das Dach abzuschneiden. Statt der Flügeltüren bekam der Roadster neue Einstiege mit größeren Türen und der Rahmen wurde mit Diagonalstreben verstärkt. Dazu wurde die Position des Reserverades – ja sowas hat es mal gegeben – verschoben und ein kleinerer Benzintank verwendet, so dass der Roadster noch etwas Platz für Gepäck hatte.
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Der Roadster behielt das Handling des Flügeltürers
Das Fahrwerk des Roadsters wurde ebenfalls überarbeitet, die Hinterachse wurde etwas versetzt und erhielt eine neue Aufhängung mit einem Satz Schrauben und vertikalen Streben, die nun den Einsatz weicherer Federn und so mehr Komfort und besseres Handling ermöglichten. In Kombination mit breiteren Reifen und breiterer Spur hatte der 300 SL Roadster den vom Flügeltürer bekannten Handling Charakter.
Die Überarbeitungen sorgten für eine Gewichtszunahme von über 100 kg, wobei das meiste Gewicht für das Cabrio-Verdeck und den Mechanismus draufgingen. Das enganliegende Dach verschwand nach dem Öffnen komplett hinter den beiden Sitzen und wurde von einer kleiner kleine Abdeckung versteckt – was der Linienführung des Roadsters zugute kommt.
Mehr-Leistung für das Mehr-Gewicht
Dank einer Erhöhung der Verdichtung des Reihensechszylinders erhielten die amerikanischen Modell weitere 10 PS mehr Leistung, so dass das Zusatzgewicht kompensiert werden konnte. Somit blieb der 300 SL auch in der offenen Variante ein exzellenter Sportwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.
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