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Mercedes-Benz Motorsport Story Teil 9

Rückkehr in die Formel 1
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Zum Start der Saison 2002 in Melbourne sitzt nicht nur ein neuer Pilot im McLaren-Mercedes MP4-17. Auch der Rennwagen mit dem Zehnzylindermotor FO 110 M ist neu, ebenso wie Michelin als Reifenausrüster. In der Motorentwicklung entscheidet sich Mercedes-Benz dazu, die britischen Spezialisten von Ilmor noch stärker an sich zu binden als bisher und übernimmt die Kapitalmehrheit am Unternehmen, das künftig Mercedes-Ilmor heißt. David Coulthard kommt 2002 auf Platz 5 der Fahrerwertung, Räikkönen auf Rang 6, McLaren-Mercedes erreicht in der Markenmeisterschaft den 3. Platz. Einziger Sieg der Saison ist der Gewinn des Grand Prix von Monaco durch David Coulthard.

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Für das Jahr 2003 entwickelt McLaren-Mercedes den neuen Monoposto MP4-18. Er hat sichtbare Unterschiede im Vergleich zu seinem Vorgänger. Dazu gehören eine kürzere und niedrigere Fahrzeugnase und ein kompakteres Heck, dessen Form einer Rückenflosse gleicht. Der neue Mercedes-Benz V10-Motor FO 110 P ist gegenüber dem Vorgänger tiefer eingebaut, wodurch der Schwerpunkt des Fahrzeugs weiter abgesenkt wird.Das revolutionäre Fahrzeug kommt allerdings nicht zum Renneinsatz: Die Grand Prix der Saison bestreitet der Rennstall mit einer weiterentwickelten Variante des Vorjahresautos, dem MP4-17D, während die Entwicklungsarbeit am MP4-18 weitergeht. Kimi Räikkönen sichert sich in seiner zweiten Saison für McLaren-Mercedes den Vizetitel der Fahrerwertung, Coulthard kommt auf den 7. Rang. In der Konstrukteursmeisterschaft kommt McLaren-Mercedes auf Platz 3. Coulthard gewinnt im MP4-17D den Grand Prix von Australien, Räikkönen siegt erstmals auf einem Silberpfeil beim Großen Preis von Malaysia. An die erfolgreiche Saison kann das Team 2004 nicht anknüpfen: Der auf Basis des MP4-18 nochmals weiterentwickelte McLaren-Mercedes MP4-19 bringt Räikkönen den 7. und Coulthard den 10. Platz in der Fahrerwertung. McLaren-Mercedes verzeichnet einen einzigen Sieg (Grand Prix von Belgien durch Räikkönen) und liegt am Ende der Saison auf dem 5. Platz der Konstrukteurswertung.

Mercedes Pilot Räikkönen wird Vizemeister

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Der aus rund 10 800 Bauteilen bestehende McLaren-Mercedes MP4-20 für das Rennjahr 2005 trägt deutliche Spuren der umfangreichen Änderungen im Reglement. Unter anderem müssen Motoren nun zwei Rennen lang halten und die Aerodynamik ist erneut verändert. Rund 3600 Stunden arbeiten die Ingenieure deshalb am MP4-20 alleine im Windkanal. Sein neuer Mercedes-Benz Motor FO 110 R wird ebenso aufwändig geprüft und überarbeitet. In dieser Saison starten wegen der Verletzung von Juan Pablo Montoya vier verschiedene Fahrer mit den Silberpfeilen: Kimi Räikkönen wird Vizemeister, Montoya kommt auf den 4. Rang der Fahrerwertung. Die Ersatzfahrer sind Alexander Wurz (17.) und Pedro de la Rosa (19.). McLaren-Mercedes erringt die Vizemeisterschaft der Konstrukteure. Das Team siegt bei den Großen Preisen von Spanien, Monaco, Kanada, Ungarn, der Türkei, Belgien und Japan (Räikkönen), sowie in Großbritannien, Italien und Brasilien (Montoya) – das sind zehn Siege in 19 Rennen.

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Erstmals seit der Rückkehr von Mercedes-Benz in die Formel 1 arbeitet 2006 kein Zehnzylindermotor mehr im Silberpfeil: Das neue Motorenreglement schreibt stattdessen einen V8-Motor vor, was sich auf die gesamte Konstruktion des MP4-21 auswirkt. Das neue Aggregat muss, ebenso wie die Motoren im Jahr 2005, an zwei aufeinander folgenden Grand-Prix-Wochenenden eingesetzt werden. Der Mercedes-Benz Motor FO 108S V8 wird von Grund auf neu konstruiert, gebaut und 2005 erstmals erprobt. Vorgeschrieben sind für die neuen Motoren unter anderem der Zylinderwinkel von 90 Grad, maximal jeweils zwei Ein- und Auslassventile, ein Mindestgewicht von 95 Kilogramm und weitere Parameter. Mit dem V8-Monoposto erreicht McLaren-Mercedes wieder den 3. Platz der Konstrukteure, die Fahrer erreichen in der Meisterschaft die Plätze 5 (Kimi Räikkönen), 8 (Juan Pablo Montoya) und 11 (Pedro de la Rosa).

2007: Hamilton geht im Silberpfeil ans Steuer

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2007 könnte der große Triumph von Vodafone McLaren Mercedes werden, wie das Team nach dem Zugang des neuen Hauptsponsors heißt. Gleich zwei neue Fahrer steuern den MP4-22: Der seit vielen Jahren von McLaren und Mercedes-Benz geförderte Brite Lewis Hamilton und der Spanier Fernando Alonso. Der Neueinsteiger Hamilton erreicht in seinen drei ersten Rennen jeweils einen Platz auf dem Podium – das ist ein Rekord in der Geschichte der Formel 1. Er gewinnt in dieser Saison die Grand Prix von Kanada, den USA, Ungarn und Japan. Alonso wird Sieger in Malaysia, Monaco, beim Grand Prix von Europa und in Italien. Lewis Hamilton führt bis zum Saisonfinale in Brasilien die Wertung der Fahrerweltmeisterschaft an, muss sich aber beim Finale Felipe Massa im Ferrari knapp geschlagen geben.

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Seinen knapp verpassten Sieg holt Lewis Hamilton 2008 ebenso knapp nach: Auf dem MP4-23 entscheidet er kurz vor dem Ende des letzten Rennens der Saison die Meisterschaft für sich. Der Grand Prix von Brasilien ist ein Rennen, das Regen vor dem Start und noch einmal kurz vor dem Ende besonders schwer macht. In der letzten Kurve des 71-Runden-Rennens überholt Hamilton den Toyota-Fahrer Timo Glock und sichert sich damit Platz fünf in diesem Lauf. Das genügt, um in der WM-Wertung mit 98 Punkten zu gewinnen – mit einem Punkt mehr als Ferrari-Fahrer Felipe Massa.

Der jüngste Weltmeister der F1 Geschichte: Mercedes-Fahrer Hamilton

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Im Alter von 23 Jahren, neun Monaten und 26 Tagen ist Hamilton damit der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Für Vodafone McLaren Mercedes ist sein Titel der dritte Fahrertitel in der Königsklasse des Motorsports nach 1998 und 1999 (Häkkinen). In der Konstrukteurswertung belegt Vodafone McLaren Mercedes Platz zwei. Zweiter Silberpfeil-Pilot von 2008 ist Heikki Kovalainen, der 7. der Fahrerwertung wird.In der Saison 2009 tritt Vodafone McLaren Mercedes mit dem neuen Rennwagen MP4-24 an, am Steuer sitzen wieder Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen. Siegreich ist aber ein zweites Team, dessen Formel-1-Fahrzeuge vom Mercedes-Benz Motor FO 108W angetrieben werden: Jenson Button vom Team Brawn Mercedes entscheidet auf dem BGP 001 allein fünf der ersten sechs Rennen für sich und wird schließlich Weltmeister der Formel 1, sein Teamkollege Rubens Barrichello erreicht Platz 3. Die Fahrer von McLaren-Mercedes erzielen die Plätze 5 (Lewis Hamilton) und 12 (Heikki Kovalainen). Als dritter Rennstall setzt das Team Force India F1 Mercedes-Benz Motoren ein.

Gegenwart und Zukunft: Mercedes GP Petronas

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Zur Saison 2010 knüpft die Daimler AG dann schließlich an die nach dem Ende des Rennjahres 1955 unterbrochene Tradition an und startet mit einer Werksmannschaft in der Formel 1. Nach der Übernahme von Brawn GP entsteht aus dem britischen Rennstall das neue Team Mercedes Grand Prix. Nach dem Abschluss eines langjährigen Sponsorenvertrages mit dem malaysischen Öl- und Gas-Unternehmen Petronas Ende 2009 wird der Teamname schließlich auf Mercedes Grand Prix Petronas, kurz Mercedes GP Petronas, festgelegt.

Rosberg und Schumacher lenken die Geschicke der neuen Silberpfeile

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Mercedes-Benz und McLaren arbeiten 2010 trotz der Änderung der Kooperationsvereinbarung weiterhin partnerschaftlich zusammen. Eine Lieferung von Motoren an Vodafone McLaren Mercedes ist bis 2015 möglich. Zur Sensation wird die Verpflichtung von Michael Schumacher als Mercedes-Benz Pilot für die neue Werksmannschaft: Der siebenmalige Weltmeister der Formel 1 fährt 2010 einen der beiden Silberpfeile. Sein Teamkollege ist Nico Rosberg.
Mit dem Beginn der Saison 2010 schließt sich für Michael Schumacher und für Mercedes-Benz Motorsport ein Kreis. Denn als Mercedes-Benz Junior ist Schumacher 1990 und 1991 in der Gruppe C und DTM gefahren, und mit Mercedes-Benz Hilfe ist er 1991 in die Formel 1 eingestiegen – am 25. August in Spa-Francorchamps mit Jordan.Bei Mercedes GP Petronas tritt nun Schumacher das Erbe der letzten Formel-1-Werkspiloten von Mercedes-Benz an, zu denen neben dem fünffachen Weltmeister Fangio auch Karl Kling, Stirling Moss und Piero Taruffi gehören. Außerdem erneuert Schumacher auch seine Zusammenarbeit mit Teamchef Ross Brawn, mit dem gemeinsam er bei Benetton und Ferrari seine sieben WM-Titel gewonnen hat.

Mercedes-Benz Motorsport: Alle 9 Folgen auf einen Blick...

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Aktualisiert: Mittwoch, 21. Juli 2010

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