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Mercedes-Benz Motorsport Story Teil 9

Rückkehr in die Formel 1
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In die Königsklasse des Motorsports, die Formel 1, kehrt Mercedes-Benz offiziell im Jahr 1994 in einer Kooperation mit Peter Sauber zurück. Das spätere Team McLaren Mercedes wird 1995 gegründet und erreicht drei Fahrer-Weltmeisterschaften (1998, 1999 und 2008) sowie die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 1998. Zur Saison 2010 schließlich setzt Mercedes-Benz wieder auf ein eigenes Werksteam. Zur Sensation wird dabei die Verpflichtung von Michael Schumacher, des wohl größten Stars der jüngeren Formel-1-Geschichte: Im Dezember 2009 kündigt die Daimler AG an, dass im Jahr 2010 der neue Rennstall Mercedes Grand Prix Petronas mit den Fahrern Schumacher und Nico Rosberg an den Start geht.

Mercedes-Benz Motorsport: Alle 9 Folgen auf einen Blick...

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Daimlers Weg zum Werksteam beginnt mit vergleichsweise kleinen Schritten: Der Rennwagen C 12, mit dem das Sauber-Team 1993 in der Formel 1 antritt, trägt den Verweis „Concept by Mercedes-Benz“. Noch hat sich die das Unternehmen nicht gänzlich entschieden, sich wieder in der obersten Rennsportklasse zu engagieren. Aber Mercedes-Benz unterstützt den langjährigen Partner aus der Gruppe C mit Know-how im Bereich der Motorenentwicklung. Die Sauber-Piloten JJ Letho und Karl Wendlinger kommen in dieser Saison auf die Plätze 5 und 7 der Fahrerwertung, dem Team gelingt in seiner ersten Formel-1-Saison ein 7. Platz in der Konstrukteurswertung mit zwölf Punkten.

Sauber(e) Sache: Das Mercedes F1 Comeback

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Der Sauber-Mercedes C 13 des Jahres 1994 trägt dann endgültig den Namen der Stuttgarter Marke zurück auf die Rennstrecke. Er wird wieder von einem Zehnzylindermotor, der bei Ilmor gebaut wird, angetrieben. Dieser 2175 B leistet 563 kW bei 14 000/min und beschleunigt das Auto auf bis zu 340 km/h. In der von mehreren Regeländerungen geprägten Saison gelingt es den Fahrern Heinz-Harald Frentzen (13. der Fahrerwertung), Karl Wendlinger (19.) und Andrea de Cesaris (20.), den 8. Platz der Konstrukteurswertung zu erringen.

McLaren: Neuer Mercedes Partner - neues Glück

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1995 betritt ein neues Team die Bühne der Formel 1: Nach der enttäuschenden Zusammenarbeit mit Sauber trennt sich Mercedes-Benz zum Jahresende 1995 von den Schweizern und kooperiert nun mit dem traditionsreichen britischen Rennstall McLaren International. Dessen Besitzer Ron Dennis hat schon Ende der 1980er Jahre Verbindungen zu Mercedes-Benz geknüpft. In nur viereinhalb Monaten entsteht der völlig neu konstruierte Motor FO 110 für den McLaren-Mercedes MP4-10 des Jahres 1995. Der Monoposto ist das erste Ergebnis der Partnerschaft von McLaren, Mercedes-Benz und der Motorenschmiede Ilmor. Der V10 mit 3 Liter Hubraum dreht bis 15 600/min.

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Die Fahrer Mika Häkkinen (7. der Fahrerwertung) und Mark Blundell (10.) erreichen mit dem Rennwagen im ersten Jahr den vierten Platz der Teamwertung 1995. Mit dem besonders in Hinsicht auf die Sicherheit der Piloten verbesserten MP4-11 für die Saison 1996 kommen Häkkinen (5.) und sein neuer Teamkollege David Coulthard (7.) erneut auf den 4. Platz der Konstrukteurswertung. Dieses Ergebnis wiederholen Coulthard (3.) und Häkkinen (6.) 1997 im MP4-12. Allerdings gewinnt McLaren-Mercedes in dieser Saison erstmals drei Rennen: Die Großen Preise von Australien und Italien (Coulthard), sowie den Grand Prix von Europa (Häkkinen) im spanischen Jerez.

Mercedes holt den F1 Weltmeister Titel

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Das Ziel der Weltmeisterschaft erreicht die deutsch-britische Rennkooperation 1998 mit einem Doppeltriumph: Auf dem McLaren-Mercedes MP4-13 dieser Saison wird Mika Häkkinen Weltmeister, während Coulthard Platz 3 der Fahrerwertung belegt. Zugleich siegt McLaren-Mercedes in der Konstrukteursmeisterschaft. Auf das Konto der Silberpfeile, die seit 1997 wieder die traditionelle Rennfarbe tragen, gehen 1998 Siege in Australien, Brasilien, Spanien, Monaco, Österreich, Deutschland, Luxemburg und Japan (Häkkinen) sowie San Marino (Coulthard).

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Der Weltmeisterschaftswagen MP4-13 basiert in seiner Grundkonzeption zwar auf dem Vorjahresmodell MP4-12, muss aber in vielen Details grundlegend modifiziert werden, um den Reglementänderungen für die Rennsaison 1998 zu entsprechen. So werden Spurweite und Gesamtbreite des Fahrzeugs um 20 Zentimeter verringert, was wiederum umfangreiche Modifikationen an der Aerodynamik verlangt. Charakteristisch für den MP4-13 ist die tief nach unten gezogene Nase, die erst knapp über dem vorderen Flügel endet. Das reglementgemäß nun breitere Cockpit ist zur Optimierung der Gewichtsverteilung weiter nach hinten gerückt. Das führt zu einem gegenüber dem MP4-12 größeren Radstand und einer geringfügig vergrößerten Gesamtlänge.

Erfolge auch bei der IndyCar World Series

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Der hervorragende Ruf von Mercedes-Benz als Motorpartner internationaler Rennteams beschränkt sich aber nicht auf die Formel 1. Legendär ist zum Beispiel die Saison 1994 der CART IndyCar World Series, die das amerikanische Penske-Team mit einem bei Ilmor gebauten Mercedes-Benz Motor gewinnt. Damals siegen die Penske-Wagen bei zwölf von 16 Rennen, unter anderem den 500 Meilen von Indianapolis. Von 1994 bis 1999 sind die Wagen des Penske-Teams mit Mercedes-Motoren ausgestattet.

1999 - ein erfolgreiches Formel 1 Jahr für Mercedes

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1999 verteidigt Mika Häkkinen seinen Weltmeistertitel auf dem McLaren-Mercedes MP4-14, David Coulthard kommt auf Platz 4 der Fahrerwertung. In der Konstrukteursmeisterschaft sichert sich McLaren-Mercedes den Vizetitel. Häkkinen siegt 1999 bei den Großen Preisen von Brasilien, Spanien, Kanada, Ungarn und Japan. Coulthard gewinnt in Großbritannien und Belgien.Der Rennwagen der Saison 1999 gleicht äußerlich seinem Vorgänger, ist aber komplett neu entwickelt worden. Unter anderem ist der Anpressdruck an der Vorderachse mechanisch und aerodynamisch erhöht. Auch die Nase des MP4-14 ist noch etwas mehr nach unten gezogen, insgesamt liegt der Schwerpunkt des vom Motor FO 110 H angetriebenen Monoposto tiefer als beim Fahrzeug von 1998.

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Die Vizetitel der Konstrukteurswertung holen Häkkinen und Coulthard auch in den folgenden Jahren. In der Fahrerwertung kommt Mika Häkkinen auf dem McLaren-Mercedes MP4-15 von 2000 auf Platz 2, Coulthard auf Rang 3. Der Wagen hat eine flachere Frontnase, üppigeren Kopfschutz an den Cockpitseiten und einen um 2 Zentimeter kürzeren Motor, den Dreiliter-V10 FO 110 J. Neu ist das von McLaren selbst entwickelte Siebengang-Getriebe. Die Silberpfeile siegen 2000 in Spanien, Österreich, Ungarn und Belgien (Häkkinen) sowie in Großbritannien, Monaco und Frankreich (Coulthard).

2001: Mercedes wird wieder Zweiter in der Konstrukteurswertung

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Zur Saison 2001 verändert sich das Reglement der Formel 1 maßgeblich. Das hat zur Folge, dass sich der McLaren-Mercedes MP4-16 fast vollständig von seinem Vorgänger unterscheidet. Der Frontflügel muss jetzt 50 Millimeter höher und damit doppelt so hoch über der Fahrbahn liegen wie bisher. Angehoben wird auch die Lage der Beine des Fahrers. Das Reglement schreibt außerdem einen deutlich kleineren Heckflügel vor. Die Einschränkungen betreffen die Zahl der Elemente des Flügels. So dürfen es nur noch maximal vier Elemente sein (oben drei, unten eines). Der Mercedes-Benz V10-Motor FO 110 K ist ebenfalls eine komplette Neuentwicklung mit 3 Liter Hubraum. In dieser Saison kommt David Coulthard auf Platz 2 der Fahrerwertung, Häkkinen erreicht Rang 5. Mit Siegen in Brasilien und Österreich (Coulthard) sowie in Großbritannien und den USA (Häkkinen) sichert sich McLaren-Mercedes wieder den Vizetitel in der Konstrukteurswertung. Mika Häkkinen beendet mit der Saison 2001 seine Karriere in der Formel 1. Seinen Platz übernimmt von 2002 an dessen Landsmann Kimi Räikkönen.

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Aktualisiert: Mittwoch, 21. Juli 2010

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