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CLASSICS

Große Männer, mutige Frauen & legendäre Autos

Die Mercedes-Chronik des Jahres 1951
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1951 bekommt Deutschland eine neue Nationalhymne, die Bundespräsident Theodor Heuss persönlich vorstellt. Seitdem singen wir bei Fußball-Länderspielen und anderen staatstragenden Ereignissen von „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Passend dazu unternimmt Bundeskanzler Konrad Adenauer seinen ersten offiziellen Staatsbesuch im Ausland. Es geht nach Italien, wo man vom neuen Dienstfahrzeug des Kanzlers, dem 1951 präsentierten Mercedes-Benz 300, sicher genauso begeistert ist, wie in Deutschland. Was 1951 in Stuttgart und dem Rest der Welt noch so passierte erzählt unsere Mercedes-Chronik.

Friede, Freude, Formel 1 und eine schnelle Frau

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Mercedes Oldtimer besonderer Klasse: Nicht ganz so schnell wie ein F1-Renner oder Düsenjet, aber dafür einmalig schön: Mercedes 300 Sc von 1951

1951 sind viele Schrecken des zweiten Weltkrieges einigermaßen überwunden. Doch tatsächlich dauert es bis zu diesem Jahr, ehe US-Präsident Harry S. Truman den Kriegszustand mit Deutschland offiziell für beendet erklärt. Zeit, sich angenehmeren Dingen zuzuwenden. Wie beispielsweise der Hochzeit des letzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlevi mit seiner „Märchenprinzessin“ Soraya. Und was machen die Männer in ihren verrückten Kisten – sprich die Formel 1-Piloten? Sie geben kräftig Gas! Am besten gelingt das 1951 Juan Manuel Fangio der sich als Formel 1-Weltmeister feiern lassen kann. Leider (noch) nicht in einem Mercedes-Benz, sondern in einem Alfa Romeo Typo 159. Und was machen die Frauen? Man(n) soll es nicht glauben, aber eine von ihnen ist noch deutlich schneller, als der legendäre argentinische Rennfahrer Fangio: Jacqueline Auriol erreicht mit ihrem „Vampire“-Düsenjäger eine Geschwindigkeit von 818,181 km/h und wird damit zur „schnellsten Frau der Welt“. Zwei Jahre später knackt sie auch als erste die Schallmauer.

Premiere des „Adenauers“

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Gemeint ist in diesem Fall nicht der damalige Bundeskanzler, sondern der 1951 präsentierte Mercedes-Benz 300. Dass er schnell den Namen „Adenauer-Mercedes“ bekommt liegt daran, dass eben dieses Mercedes-Oberklasse-Modell zum Dienstwagen des Kanzlers wird. Und während Adenauer jeden Tag den Adenauer genießen kann, bleibt er (der Wagen) für Otto-Normal-Verbraucher schier unerreichbar. Aber echte Fans möchten den neuen Traumwagen zumindest einmal live erleben. Also stürmen sie den Mercedes-Pavillon auf der IAA. Der Andrang ist in der Tat so heftig, dass berittene Polizisten eingreifen müssen, um den Pavillon zu schützen! Quasi PS-Polizisten gegen PS-Jünger. Die Aufregung ist aber auch verständlich. Schließlich gilt der 300er seinerzeit als größte und schnellste in Deutschland gebaute Limousine. Sein namensgebender Motor, ein 6-Zylinder-Reihenmotor mit 2996 ccm, der zunächst 115 PS und später, mit höherer Verdichtung, bis zu 160 PS leistet, ermöglicht eine für die damalige Zeit atemberaubende Höchstgeschwindigkeit von rund 160 km/h. Von 1951 bis 1954 entstehen insgesamt 4776 Limousinen. heute zählen diese Mercedes Oldtimer zu den Klassikern der Marke überhaupt.

Dinge, die die Welt braucht

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Hat keinen Plattenspieler, schützt nicht vor Nachwuchs und wird auch ohne Schutzverpackung nie schlecht: Mercedes-Benz 300 S

Nicht alle Erfindungen sind ein echtes Muss. Man denke nur an beleuchtete Klopapierhalter, Nerzjäckchen für kleine Pinscher oder Soja-Grillwürstchen. Doch 1951 ist ein gutes Jahr für Erfindungen. So stellt die Deutsche Grammophon in Düsseldorf die erste 33er-Langspielplatte vor. Hinweis für CD-Kids: Eine 33er-LP hat nicht etwa 33 Titel, sondern dreht sich auf Papis Plattenspieler exakt 33,3 Mal pro Minute. Für noch mehr (reuelosen) Genuss sorgt, zumindest in der Theorie, die Erfindung von Carl Djerassi, Gregory Pincus und John Rock. Die drei Wissenschaftler entwickeln 1951 die Antibabypille. An gesundheitsbewusste Menschen richtet sich ein Patent, das von einem gewissen Kurt Mix angemeldet wird. Es handelt sich um das Ergometer, also ein stationäres Trimmrad, das heute in fast jedem Fitnessstudio unter dem Namen Spin-Bike zu finden ist. Last but not least beglückt uns der Schwede Dr. Ruben Rausing 1951 mit der Tetra Pak-Verpackung für Milch – der Startschuss für eines der größten Verpackungsunternehmen der Welt.

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Aktualisiert: Montag, 01. Februar 2010

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