Wie gehobene Restaurants zu einem Stern kommen, ist den meisten bekannt: Ein Tester geht hin, futtert sich durch die Karte und verteilt – wenn es denn geschmeckt hat – die begehrten Sterne als Auszeichnung für besondere Kochkünste. Doch wie kam Mercedes eigentlich zu seinem Stern? Wir sind der Sache nachgegangen.
Wer Stern sagt, muss auch Lorbeer sagen
Es war einmal – so könnte diese Geschichte durchaus beginnen. Denn schließlich ist die Entwicklung des Sterns vom einfachen Warenzeichen hin zu einem der bekanntesten und imageträchtigsten Markensymbole absolut märchenhaft. Es begab sich also, dass die Daimler-Motoren-Gesellschaft im Jahre 1909 Gebrauchsmusterschutz für einen dreigezackten Stern beantragte, der fortan die automobilen Produkte des Hauses zieren sollte.
Nur etwa einen Monat später meldete die Benz & Cie. den von einem Lorbeerkranz umfassten Schriftzug „Benz“ beim Kaiserlichen Patentamt zum Warenzeichen an. 17 Jahre später sollten diese unabhängig voneinander entstandenen Elemente eine Jahrhundert-Hochzeit feiern.
Alles begann auf einer Postkarte
Das heutige Warenzeichen des dreizackigen Sterns in einem Lorbeerkranz entsteht 1925, rechtzeitig zur Fusion der Daimler-Motoren-Gesellschaft mit Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG, die auf den Sommer 1926 datiert. Das ist die Geburtsstunde der Automobilmarke Mercedes-Benz.
Der Stern selbst ist eine Idee von Paul und Adolf Daimler. Die Söhne des Firmengründers Gottlieb Daimler sollen sich – so sagt es die Legende – an eine Postkarte ihres Vaters erinnert haben. Sie zeigte eine Stadtansicht von Deutz auf der Daimler-Senior den Standort des Wohnhauses der Familie mit einem dreigezackten Stern markierte. Gottlieb Daimler war zu dieser Zeit technischer Direktor der Gasmotorenfabrik Deutz.
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