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CLASSICS

Die Gene der neuen Mercedes CL Klasse

Das Beste ist bei Mercedes gute Tradition: Ein Blick auf die erstklassige Ahnenreihe des CL
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Die neue Generation der CL-Klasse schreibt nahtlos die große Coupé-Tradition von Mercedes-Benz fort. Sie reicht zurück bis zu den legendären Kompressor­wagen der 1920er und 30er Jahre. Insbesondere seit den 1950er Jahren brachte die Marke mit dem Stern eine ununterbrochene Reihe exklusiver Zweitürer heraus, die anspruchsvolles Design mit wegweisender Spitzentechnik verbinden – jedes Modell davon ein automobiler Klassiker. Den Anfang markierte das 300 S Coupé der Baureihe W 188, das 1952 in Serie ging und im zeitgenössischen Urteil als „Maßstab für das im Automobilbau Erreichbare“ galt.

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Nach dem zweiten Weltkrieg wird das Coupé zum festen Bestandteil insbesondere der mittleren Baureihe von Mercedes-Benz wie auch der Oberklasse-Fahrzeuge. Zu den Vorläufern der CL-Klasse zählen auch Fahrzeuge wie das Modell 300 S Coupé (W 188, 1952 bis 1955) oder auch die Coupés der „Ponton“-Baureihen 180 und 128, die mit ihrer selbsttragenden Karosserie dem neuesten Zeitgeschmack entsprechen. Im Jahr 1961 erscheinen die Coupés der Oberklasse-Baureihe 111, ein Jahr später das der Baureihe 112, die alle bis heute begehrenswerte Fahrzeuge sind.

Klasse gemacht: Mercedes CL

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Diese Einschätzung hat auch für alle Nachfolgemodelle bis zur aktuellen CL-Klasse der Baureihe C 216 Bestand. Die Luxus-Coupés von Mercedes-Benz boten nämlich neben zeitlosem Design und höchstem Komfort immer auch weg­weisende Innovationen in der Automobil­technik. So war 1961 das 220 SE Coupé das erste Mercedes-Benz Serienmodell mit Scheibenbremsen. 1995 feierte im S 600 Coupé der Baureihe C 140 das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® Welt­premiere und 1999 in der CL-Klasse der Baureihe C 215 das aktive Fahrwerksystem Active Body Control. Mit der PRE-SAFE® Bremse debütierte im Jahr 2006 bei der Premiere des C 216 eine weitere Technik­innovation in einem großen Mercedes-Benz Coupé. In der neuen Generation der CL-Klasse tragen mit dem Aktiven Spurhalte-Assistenten und dem Aktiven Totwinkel-Assistenten erneut zwei Neuentwicklungen dazu bei, Verkehrsunfälle zu vermeiden oder die Unfall­schwere zu vermindern.

Legendärer Vorgänger

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Gewissermaßen Starruhm mit Coupé-Genen genießt insbesondere in den 1930er Jahren die Karosserieform des Autobahnkuriers, die für die luxuriösen Typen 500 K (W 29) und 540 K (W 29) geschaffen wird. Der Name wird aus dem damals aufkommenden Schnellstraßen abgeleitet: In eine Stromlinienkarosserie eingekleidet, kann man den Autobahnkurier förmlich über die – im Vergleich zu heute noch äußerst leeren – Fernstraßen dahinfliegen sehen. Er ist der Inbegriff von Modernität, aber auch von Exklusivität. Denn wer sich damals solch ein Fahrzeug leistet, ist sicherlich ein Mensch, der den besonderen Auftritt schätzt und einen mobilen Lebensstil führt.

Souveräne Sportlichkeit hat einen Namen: Mercedes-Benz 300 S

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Im Oktober 1951 stellt Daimler-Benz auf dem Automobilsalon Paris den Mercedes-Benz 300 S vor. Neben der Coupé-Variante, die 1952 in Serie geht, gibt es ein Cabriolet A und einen Roadster. Der 300 S basiert technisch weitgehend auf der 300er Limousine und ist positioniert als besonders repräsentativer Wagen mit sportlicher Note und für allerhöchste Ansprüche an Straßenlage und Geschwindigkeit. Der Motor (150 PS) ermöglicht eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h. Die überarbeitete Variante 300 Sc debütiert im September 1955. Sie hat jetzt eine Eingelenk-Pendelachse mit tiefliegendem Drehpunkt; die Direkteinspritzung statt Vergaser lässt die Motorleistung auf 175 PS steigen. Beide Versionen, der 300 S und der 300 Sc, gehören zu den exklusivsten Mercedes Oldtimern der Nachkriegszeit und sind heute, neben dem 300 SL, besonders begehrte Liebhaberfahrzeuge.

Mercedes-Benz Typ 220 Coupé

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Das Mercedes-Benz 220 Coupé (W187, 1953 bis 1955) kommt Ende 1953 auf den Markt, auf „wiederholtes Drängen einzelner prominenter Persönlichkeiten“, wie es in einem Rundschreiben der Verkaufsleitung heißt. Technisch wie stilistisch basiert das Coupé auf dem Typ 220 Cabriolet A. Der Sechszylinder mit 2,2 Liter Hubraum leistet zunächst 80 PS, von April 1954 an gibt es das leistungsstärkere Aggregat mit 85 PS. Das Coupé ist die exklusivste Version der Baureihe W 187 – es entstehen gerade einmal 85 Stück, was sicherlich auch am Preis von 20 850 Mark liegt (Stand: Dezember 1953). Die Produktion endet im Juli 1955; danach vergeht mehr als ein Jahr, bis es vom neuen 220er mit Pontonkarosserie wieder ein Coupé gibt.

Das Ponton-Coupé: Mercedes-Benz Typen 220 S Coupé, 220 SE Coupé

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Das Mercedes-Benz 220 S Coupé (W180/W128, 1956 bis 1960) kommt drei Monate nach dem Debüt des 220 S Cabriolet auf den Markt. Beide Fahrzeuge basieren auf der Limousine Typ 220 S. Übernommen wird auch der Motor mit 100 PS, wenig später steigt die Motorleistung auf 106 PS. Eine bemerkenswerte Neuerung ist der im August 1957 vorgestellte hydraulische Kupplungsautomat „Hydrak“, mit dem auch das Coupé auf Wunsch ausgestattet wird. Ab September 1958 gibt es neben den Vergasermodellen beide Varianten auch mit Benzineinspritzung und 115 PS. Coupé und Cabriolet werden als 220 SE noch ein wenig über da Produktionsende der Limousine hinaus gebaut. Die letzten Varianten haben 120 PS. Die Fertigung endet im November 1960.

Das Heckflossen-Coupé:
Mercedes-Benz Typen 220 SEb Coupé, 250 SE Coupé, 300 SE Coupé, 280 SE Coupé, 280 SE 3.5 Coupé

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Dieses Modell – übrigens ein vollwertiger Viersitzer - produziert vielleicht die meisten Missverständnisse der Automobilgeschichte, wird es doch oft als Coupé-Variante der W108 S-Klasse-Modelle angesehen. Dabei handelt es sich vielmehr um eine Coupé-Variante der Heckflossen-Limousine. Die später erscheinenden W108 Modelle orientierten sich optisch also am Heckflossen-Coupé Baureihen W111 / W112 (1961 bis 1971).
Motor und Fahrwerk stammen ohne nennenswerte Änderungen von der Limousine. Der einzige wesentliche Unterschied stellt zugleich eine technische Besonderheit dar: Das 220 SEb Coupé ist der erste Mercedes-Benz Serien-Personenwagen mit Scheibenbremsen an den Vorderrädern. Ein halbes Jahr später debütiert auf dem Genfer Automobil-Salon das 300 SE Coupé, das zur Baureihe 112 gehört.

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Als die Produktion der Heckflossen-Limousinen im August 1965 endet, bleibt das Coupé zusammen mit dem Cabriolet im Verkaufsprogramm. Jedoch wird der 2,2-Liter-Motor von einem 2,5-Liter-Aggregat ersetzt (mit der folgerichtigen Modellbezeichnung 250 SE Coupé). Darüber hinaus erhalten die Coupés die 14-Zoll-Räder und die größer dimensionierten Scheibenbremsen der neuen Oberklasse-Baureihe W108. Im Januar 1968 löst das 280 SE Coupé mit einem neu entwickelten Sechszylindermotor mit 2,8 Liter Hubraum und 160 PS das 250 SE Coupé ab. Zugleich wird die Dreiliter-Variante aus der Produktion genommen. Im September 1969 wird zusätzlich die deutlich leistungsstärkere Version 280 SE 3.5 Coupé mit V8-Motor (200 PS) vorgestellt.

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Kommentare: 1
Aktualisiert: Sonntag, 11. Juli 2010

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JUB » J. aus Essen (21)

Mi, 14.07.2010 // 12:08 Uhr

Ein wirklich spannendes Thema, Fahrzeuge ohne B-Säule sind einfach schön!

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