CLASSICS
2003: Ein gutes Jahr für schöne Autos
Die Mercedes-Chronik des Jahres 2003
Das Jahr 2003 meinte es gut mit uns Autofans. Nicht zuletzt deshalb, weil Mercedes mit dem neuen E-Klasse T-Modell, der Studie CLS und dem SLR drei ganz heiße Eisen im Feuer hatte. Da konnten selbst Negativ-Ereignisse wie der Irak-Krieg oder die Columbia-Katastrophe nicht dauerhaft die Stimmung vermiesen. Und außerdem sind wir ja noch Weltmeister im Elefanten-Polo geworden …
It’s T-time again
Ein Jahr nach der Limousine stellt Mercedes-Benz das T-Modell der Baureihe 211 vor. Der schluckfreudige (was das Gepäck angeht) S 211 weist eine enge Verwandtschaft zur E-Klasse-Limousine auf, womit er, neben zahlreichen technischen Talenten, auch ein attraktives Aussehen erbt. Die Zeiten, in denen Kombis als nutzenorientierte und damit nicht unbedingt schöne Automobile zur Welt kamen, liegen anno 2003 schon lange zurück.
Das E-Klasse T-Modell hat eine Reihe von Innovationen an Bord. Da ist beispielsweise das EASY-PACK getaufte Ladesystem mit asymmetrisch geteilter Fondsitzanlage. Wird sie nach vorne geklappt, entsteht ein völlig ebener Ladeboden. Noch „easier“ läuft es mit dem optionalen, hydraulischen EASY-PACK-Laderaumboden: Er fährt auf Knopfdruck um bis 40 cm nach hinten heraus, was das Verladen von schweren und sperrigen Gegenständen deutlich erleichtert. Premieren (für die Baureihe 211) feiern im T-Modell auch das aktive Bi-Xenon-Kurvenlicht und der permanente Allradantrieb 4MATIC. Letzterer ist ab Herbst 2003 verfügbar, zunächst aber nur in Kombination mit einem Sechszylinder-Benziner.
Krieg im Irak – schon wieder
Trägt "Kriegsbemalung", ist aber ganz und gar friedlichen Zwecken verpflichtet: 2003er CLK-DTM mit Bernd Schneider am Steuer
Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dieses alternative Wunschdenken aus den 80ern teilen auch im Jahre 2003 viele Menschen. Also gehen sie auf die Straße und demonstrieren gegen die seinerzeit dritte Auflage des Irak-Krieges. Einige Demonstranten für den Frieden haben aber offenbar Probleme mit dem friedlichen Demonstrieren: In Hamburg wird die Demonstration „Jugend gegen den Krieg“ nach Ausschreitungen von der Polizei gewaltsam aufgelöst.
Doch nicht nur das deutsche Volk ist gegen den Irak-Krieg, auch die politische Führung mag nicht (mehr) mitspielen. Gemeinsam mit Frankreich stellt sich die Schröder-Regierung gegen die Kriegspolitik der USA und Großbritanniens.
So etwas kann George W. Bush natürlich gar nicht verstehen. Ende März 2003 sagt der US-Präsident seinen Amerikanern in knapp vier Minuten, dass es wieder einmal Krieg im Irak gibt. Knapp einen Monat später erklärt er das militärische Vorgehen für abgeschlossen. Da irrt er sich – wie so oft – gewaltig. Der Krieg im Irak ist noch lange nicht vorbei, was u. a. durch einen Anschlag auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad am 19. August 2003 bestätigt wird.
CLS und SLR – was für Türen!
Mercedes macht uns den Mund wässrig – und das gleich zwei Mal. So werden auf der 2003er-Ausgabe der IAA die seriennahe Studie Vision CLS und der Mercedes-Benz SLR McLaren (Baureihe 199) vorgestellt.
Der CLS ist ein Vorgeschmack auf die neueste Coupé-Interpretation des Hauses Mercedes, die ein Jahr später auf den Markt kommen soll. Das Besondere daran: Hinter der knackigen Optik eines Coupés verbirgt sich beim CLS ein praktischer Viertürer. Sozusagen das Beste zweier Welten. Doch das wichtigste: Der CLS sieht innen und außen einfach unverschämt gut aus. So entwickelt er sich vom Start weg zum Erfolgsmodell, dass viele andere Hersteller ebenfalls auf die Idee bringt, es einmal mit einem viertürigen Coupé zu versuchen.
Nur zwei Türen (aber was für welche!) hat der Mercedes-Benz SLR McLaren, der als direkter Nachfolger des 300 SL Flügeltürers auf der IAA steht. Er fährt schnurstracks in die Liga der Traumsportwagen. An die Verkaufserfolge eines CLS kann er naturgemäß nicht anknüpfen, auch wenn die SLR-Palette später um diverse Sondermodelle und einen Roadster erweitert wird.
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Aktualisiert: Montag, 19. April 2010
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