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Test: Ein G für Profis - der Mercedes G Professional 280 CDI

Alle reden von Retro - das Mercedes G-Modell macht einfach weiter!
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Retro? Wieso denn Retro? Da wo andere mit einem Retromodell einen Neuansatz probieren, macht das Mercedes G-Modell einfach weiter! Die kantige G-Klasse braucht keine Neuauflagen, um sich als Retromodell interessant zu machen, sondern feierte im letzten Jahr ihr 30. Dienstjubiläum.
Damit gehen die ersten beiden Jahrgänge des G-Wagen tatsächlich als waschechte Oldtimer durch! Für die Profis unter den G-Wagen-Fans gibt es nun seit Jahresbeginn den Mercedes G Professional, der nicht nur beinahe so ausschaut wie das Ur-Modell, sondern auch alle seine Tugenden mitbringt, aber auch die Nehmerqualitäten der Männer von einst verlangt! Ein Oldtimer neu ab Werk gewissermaßen - und keine Spur von Retro!

Der Name ist Programm: der G Professional ist für den professionellen Einsatz konzipiert - egal ob Arbeit oder Abenteuer!

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Feldwege dieser Art stellen eher eine Unterforderung dar! Das robuste Allrad-Paket mit Sperren und Untersetzung bringt den G Professional auch da weiter, wo es nicht geradeaus geht!

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Der Vorläufer des in den vier Versionen „Station lang“, „Kastenwagen“, „Fahrgestell“ und „Fahrgestell mit Pritsche“ lieferbaren G-Modell Professional ist das Sondermodell Pur, das anlässlich des 30. Jubiläums in einer limitierten Stückzahl produziert wurde und allerorten schnell vergriffen war. Diese Lücke füllt nun der Professional, der wie der Pur nicht auf der G-Modell PKW-Baureihe 463 sondern auf der robusten Baureihe 461 aufbaut, die auch die Grundlage für die Militärmodelle stellt. Und daraus macht der G-Wagen Professional aber auch absolut keinen Hehl! Funktionalität ist Trumpf und wer beim Professional die Aufpreisliste nach Luxus-Optionen durchforstet, findet stattdessen Rammschutz, Schmutzfänger, aber auch eine simple Klimaanlage.

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Nein, der G Professional wendet sich vorrangig sicher nicht an den Klassik-Freund -- wobei wir hier sehr spannende Begegnungen hatten -- sondern an denjenigen, der an den G-Wagen eher strapaziöse Ansprüche stellt. Und da scheint der Professional gut gerüstet. Das fängt bei der anwendungsorientierten Ausstattung an und hört bei den Fahrtalenten noch lange nicht auf! Das alles verpackt in ein Paket, das mehrere Besucher einer Mercedes Klassik-Veranstaltung dazu verführte, uns für den guten Pflegezustand unseres Geländewagen-Klassikers zu loben! Umso größer dann die Überraschung, als die Mercedes-Klassik-Freunde erfuhren, dass sie hier vor einem Neuwagen standen.

Das Abenteuer fängt auf dem Asphalt an!

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Das Abenteuer Geländewagen fängt beim Professional bereits auf gut befestigten Straßen an. Die grobstolligen 265/75 R 16 Räder wecken in Verbindung mit der werksseitig etwas steifbeinigen Fahrwerksabstimmung bereits auf den ersten Metern Safari-Stimmung. Da bleibt kein Kanaldeckel unbemerkt und die Schlaglöcher und Querrinnen in der näheren Umgebung kennt jeder Professional-Pilot bald beim Vornamen.

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So fuhr auch der Ur-G, so ähnlich fuhr mancher Geländewagen, das waren und sind die emotionalen Kicks, die Hundertausende einst mit dem 4x4-Virus ansteckte: "Matsch Fun -- no Firlefanz!" So oder so ähnlich dachten doch viele damals -- heute gleiten wir wirbelsäulenschonend in Komfort-SUVs über den Asphalt und schlimmstenfalls mal übern Acker! Das G-Modell Professional wäre dafür dramatisch überqualifiziert und wir plädieren für eine möglichst artgerechte Haltung. Und die heißt, hart ran nehmen und raus!

Ein Hauch von AMG am G: die Lüfter sind als AMG-Teile gekennzeichnet!

Robuster 461: die Basis stellt die Militär-Version

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Bis auf das Airbag-Lenkrad ist hier alles bestens bekannt aus dem "Wolf"!

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Und schon erklärt sich auch das karge Interieur! Das an zahlreichen Stellen ungehinderten Blick auf die calcitweiße Lackierung freigibt. Statt Auslegeware gibt es Gummimatten, statt Edelholz-Einlagen robuste Kippschalter. Für eine unproblematische Reinigung mit dem Dampfstrahler einfach den Stöpsel im Bodenblech ziehen, das gleiche empfiehlt sich nach dem Durchwaten von Gewässern. Der G Professionell ist nämlich ein großer Pragmatiker, auf Teppiche kann er verzichten, auf eine 12 V und eine 24V Steckdose dagegen nicht. Und beim Blick auf den Lichtschalter wird schnell klar, dieser 461er ist eigentlich eine Armeeausführung, die als G-Klasse Professional ihren Zivildienst versieht. Und in dieser Eigenschaft wendet sich das G-Modell nicht nur an Unternehmen und Kommunen, die ihre Mitarbeiter im G durchs unwegsame Gelände befördern wollen, sondern natürlich auch an die Abenteurer-Naturen unter uns.

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Und die wird es freuen, dass sie Im Professional sehr ordentlich sitzen können. Das gilt auch für die Mitreisenden in der zweiten Reihe, die zwei Einzelsitze vorfinden. Das Fehlen unangebrachter Komfortausstattung rückt ein weiteres kostbares Gut unserer Zeit in den Mittelpunkt: Raum! Der G-Wagen bietet davon nicht nur viel auf der holzbewerten Ladefläche, sondern auch seinen Insassen! Dafür aber müssen diese fleißig an strammen Fensterkurbeln kurbeln, und die Türen wollen mit Nachdruck geöffnet und geschlossen werden. Spätestens am dritten Tag verspürt man keine Lust mehr alle vier Türen und die Heckklappe separat zu verschließen. Alles so wie früher! Oder eine optionale Zentralverriegelung ordern – für 390 Euro netto.

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Aktualisiert: Dienstag, 22. Juni 2010

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