Im Herbst führt Mercedes-Benz in den USA den ML 450 Hybrid ein! Dank zweier zusätzlicher Elektromotoren kommt diese besondere M-Klasse auf bis zu 350 PS und begeistert mit der Durchzugskraft starker V8-Motoren. Der Clou aber ist ein integrierter Hybridantrieb, der in Teilbereichen komplett emissionsfreies Fahren erlaubt und so den Verbrauch drastisch nach unten schraubt. Mercedes-Fans.de durfte den vorerst für Nordamerika vorbehaltenen SUV schon einmal kurz probefahren.
Lautlos! Das Gleiten durch die Vorstadt ist nahezu lautlos. Möglich wird das durch den stärkeren der beiden integrierten Elektromotoren. Denn neben dem 3,5 Liter großen V6-Benziner mit 272 PS stecken in diesem M-Klasse Hybrid noch zwei E-Motoren. Mit unterschiedlicher Charakteristik und unterschiedlichen Aufgaben. Für das emissionsfreie innerstädtische Gleiten ist der 62 kW (85 PS) starke Elektromotor verantwortlich. Dieser leistet ein ordentliches Drehmoment von 235 Newtonmeter und ist besonders auf Leistung und geringe Verluste ausgelegt.
Damit ist in der Stadt bei moderatem Tempo im Zusammenspiel mit einer flüssigkeitsgekühlten Hochvolt-Batterie auf Nickel-Metallhydridbasis auch komplett emissionsfreier Elektroantrieb möglich. Zumindest in einem bestimmten Rahmen: „Mit aufgeladener Batterie sind zwischen 2-3 km drin! Das reicht für den Einkauf, eventuell auch für den Weg zur Arbeit“, erklärt uns Dipl.-Ing. Michael Weiss, der uns auf der Testfahrt begleitet. Michael Weiss ist einer der Entwickler des Hybridantriebs, dessen Kern das sogenannte stufenlose Two-Mode-Getriebe ist, das in einer gemeinschaftlichen Entwicklung von Daimler, GM, BMW und Chrysler entstand.
Video: Das Antriebskonzept des Mercedes-Benz ML 450 Hybrid
Hybridfunktionen erfüllen höchste Ansprüche an Fahrkomfort bei optimaler Umweltverträglichkeit
Aufgeladen wird die Batterie durch Energierückgewinnung beim Bremsen (der sogenannten Rekuperation) und natürlich beim normalen Antrieb durch Benzin. Im dichten Stop-and-Go des Großstadt-Dschungels spielt der ML 450 Hybrid tatsächlich seine Vorteile aus. Zum einen rollt der SUV fast lautlos im Elektro-Modus dahin, zum anderen – für den Fall, dass der der elektrische Energievorrat erschöpft sein sollte und der Verbrennungsmotor läuft - schaltet die Start-Stop-Automatik den Sechszylinder im Stand ab. Ein Druck auf das Gaspedal und der ML läuft wieder an! Je nach Ladezustand und Tempo elektrisch oder auf Benzin!
Zwei Rundanzeigen stecken im Armaturenbrett. Links der Tachometer, der weil in Meilen scaliert, bis 160 recht. Das Ziffernblatt des rechten Rundinstruments reicht dagegen bis 100! Sollte das tatsächlich der Drehzahlmesser sein? Natürlich nicht! Das Display des neu gestalteten Kombiinstruments informiert stattdessen über den Ladezustand der Hybrid-Batterie. Bei ausdauernden Beschleunigungsphasen wandert der Zeiger in den roten Bereich, weil nun ein zweiter E-Motor als Booster fungiert, der dem V6 spritsparend in Schwung bringt!.
Der zweite Elektromotor des ML 450 Hybrid, diesmal 60 kw bzw. 82 PS stark, kommt beim Beschleunigen zum Einsatz. Dann fungiert er quasi wie ein elektronischer Turbolader oder besser wie ein Booster. Und das eben elektrisch und damit Sprit sparend! So soll der permanent allradgetriebene SUV innerstädtisch durchschnittlich mit rund 11,2 Litern auskommen, im gemischten Betrieb mit 9.8 Litern. Für einen geräumigen SUV mit insgesamt bis zu 350 PS und einem maximalen Gesamtdrehmoment von 517 Newtonmeter sicher mehr als akzeptable Werte. Zumal das Ergebnis ein souveränes Fahrerlebnis auf hohem Niveau ist!
Das ist genau der Punkt! Inwieweit kann die Herstellung und Entsorgung der Batterien möglichst umweltschonend laufen!
Andererseits dürfen wir nicht vergessen: Elektroantrieb macht uns alle unabhängiger von politischen Machtspielchen - elektrische Ladung gibt es überall!
JayJay » Jan-Jonas aus Plattling (23)
Mi, 07.10.2009 // 13:03 Uhr
Hybrid hört sich (für schaltfaule Fahrer) gut an...
Was jeder ausblendet ist leider immer wieder, dass die benötigten hochgiftigen Batterieen sowohl in der Produktion als auch in der Entsorgung für ihre Lebensdauer mehr Umweltschäden anrichten als an CO2-Ausstoß eingespaart werden kann...
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Kanzler » Rudolph aus Herten (41)
Das ist genau der Punkt! Inwieweit kann die Herstellung und Entsorgung der Batterien möglichst umweltschonend laufen!
Andererseits dürfen wir nicht vergessen: Elektroantrieb macht uns alle unabhängiger von politischen Machtspielchen - elektrische Ladung gibt es überall!
JayJay » Jan-Jonas aus Plattling (23)
Hybrid hört sich (für schaltfaule Fahrer) gut an...
Was jeder ausblendet ist leider immer wieder, dass die benötigten hochgiftigen Batterieen sowohl in der Produktion als auch in der Entsorgung für ihre Lebensdauer mehr Umweltschäden anrichten als an CO2-Ausstoß eingespaart werden kann...