STERNSTUNDE
Ein Tag im Schnee!
Mit dem Mercedes E-Klasse 350 CDI 4MATIC in Schnee und Eis auf der sicheren Spur
Das integrierte Zentraldifferenzial regelt das schon
Das 4MATIC-Verteilergetriebe mit Zentraldifferenzial ist in das serienmäßige 7G-TRONIC-Automatikgetriebe integriert. Das Zentraldifferenzial stellt die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse von 45 zu 55 Prozent her, die sich wie beschrieben positiv auf Fahrstabilität und Traktion auswirkt.
Warum das so ist, erläutert Viola nachdem wir uns auf dem Testgelände aus den wohlig warmen Autos geschält haben kurz und präzise: „Das permanente Allradsystem ist immer präsent. In der Grundeinstellung verteilt das Allradsystem via Zentraldifferenzial mit Lamellensperre die Kraft im Verhältnis 45:55 zwischen Vorder- und Hinterachse. Besagte Lamellensperre kann in Bruchteilen von Sekunden bis zu 70 Prozent an die Achse mit der besseren Traktion leiten.“ Und damit wir verstehen, was sich hinter dieser Ausführung verbirgt, sollen wir einen Bus überholen. Voll raus beschleunigen und dann vor dem überraschend auftauchenden Gegenverkehr wieder einlenken. Die Situation ist natürlich simuliert, der Bus existiert nur in unserer Vorstellungskraft aber das Ergebnis verblüffend real.
Obwohl der Untergrund spiegelglatt ist, absolviert die E-Klasse das Manöver ohne Probleme. Das Auto beschleunigt sicher und auch die Richtungsstabilität ist perfekt. Komforteinbußen? Nein, keine! Weder beim Abrollen, noch bei der Geräuschentwicklung! Natürlich ist im Hintergrund nicht nur das Allradsystem aktiv, sondern hier arbeitet ein Verbund an elektronischen Regelsystemen wie ESP, 4ETS und ASR. Im Grunde muss der Fahrer nur lenken und Gas geben. Etwas anders schaut die Angelegenheit aus, wenn der ESP-Knopf gedrückt wird. Dann sind schon dynamische Gegenlenk-Manöver gefragt, aber das ESP ist nicht komplett deaktiviert, bevor es zum unkontrollierten Ausbruch kommt, greifen die elektronischen Helferlein ein.
Wenn es einer von uns etwas zu flott um die Verkehrshütchen hat angehen lassen und wir nicht im vorgesehenen Bereich zu stehen kommen, dann erinnert uns Viola charmant und ohne Häme im Funkgerät: „Physik ist Physik!“. Natürlich hat sie recht. Assistenzsysteme können unsere Schwächen und Unachtsamkeit ausbügeln, aber wenn wir es zu wüst angehen lassen, können auch sie den Bremsweg nicht auf Null verkürzen. Nur noch die Crash-Folgen mindern. Die Tatsache, dass mein 350 CDI 4MATICc sich auf dem vereisten Testgelände beim Vortrieb bestens schlägt, gemahnt zur Achtsamkeit beim Bremsen. Schließlich will ich oben am Timmelsjoch in einer 180°-Kehre nicht geradeaus schießen. Die Folgen nach kann ich mir ausmalen, denn Physik ist Physik. Aber immerhin das ADAPTIVE BRAKE-System garantiert selbst bei winterlichen Straßenverhältnissen kürzeste Bremswege
Erst recht mit 4MATIC: Perfektion ist der Antrieb
Die Fahrt auf der Pass-Straße gestaltet sich dann trotz Schneemassen entspannt. Richtungsstabilität und Traktion stellen den Fahrer auf der tief verschneiten Strecke vor keine Probleme. Seit Mercedes-Benz die 4MATIC zum ersten Mal 1987 in der W124 E-Klasse anbietet, haben die Techniker viel Feinarbeit geleistet. Das System schlägt mit maximal 50-70 kg Mehrgewicht zu Buche, der Spritverbrauch erhöht sich gegenüber einer heckgetriebenen Mercedes E-Klasse je nach Modell moderat um 0,2 – 0,6 Liter. Schön ist vor allem, dass die Beule im Beifahrerfußraum weggezaubert wurde. Mit dem e 500 bietet mercedes 5 E-Klasse Modelle als 4MATIC an. Der Aufpreis für sorgenfreien Vortrieb liegt bei E 350 CDI und E 350 zwischen 2 700 und 2 800 Euro. Der Einstieg in eine weitgehend schlupfreihe Zukunft mit der Mercedes E-Klasse beginnt dann bei beiden Modellen mit 53 729 Euro.
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Kommentare: 1
Aktualisiert: Montag, 21. Dezember 2009
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ScionTJ » Tobias aus Essen (19)
Macht sicherlich Spass mit dem Daimler ne Runde im Schnee :)