Starker Auftritt für einen starken Diesel: der in der Mercedes C-Klasse zum Einsatz kommende neue Vierzylinder-Selbstzünder produziert dank zweistufiger Turbo-Aufladung beeindruckende 500 Nm maximales Drehmoment. Wer aber nun fürchtet, dass die Trinklieder an der Tanke deswegen in Moll gesungen werden, sieht sich angenehm enttäuscht. Im Gegenteil, unser Mercedes Fahrbericht belegt, dass die Stuttgarter mit dem Blue Efficency-Bi-Turbo zielsicher das „hohe C“ treffen: Der neue Daimler-Diesel spart am Sprit, nicht aber an der Freude am Fahren!
So macht Umweltschonen Spaß: der 250 CDI Blue Efficiency belegt, dass Fahrspaß und die Freude an einer möglichst wenig belasteten Umwelt sich nicht ausschließen müssen. Der saubere Diesel glänzte im Mercedes-Test mit sauberen Fahrleistungen. Von 0-100 km/h vergehen mal gerade 7 Sekunden , die Höchstgeschwindigkeit liegt bei elektronisch abgeregelten 250 km/h – und das alles bei einem Testverbrauch von nur 6,4 Liter!
Die cognacbraunen Ledersitze kosten 1940 € Aufpreis. Übrigens: alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!
Hauptverantwortlich für die Leistungsausbeute ist die zweistufige Turboaufladung, die ebenfalls für den brillanten Drehmomentverlauf verantwortlich zeichnet. Dem Treibsatz konnte zudem dank Reibungsoptimierung (u.a. abschaltbare Wasserpumpe) und Hochdruck-Piezo-Common-Rail-Einspritzung auch spürbar mehr Laufkultur abgerungen. Das Ergebnis ist kurz gesagt: Ein Flüsterdiesel mit Bums und wenig Durst.
Mehr Dynamik in der Linienführung
Das gute Gewissen erkauft man sich aber nicht etwa mit einem Kompromiss-Benz, sondern der 4,58 m lange 250 CDI begeistert mit einem sportlich-dynamischen Auftritt, der sich in der stark umkämpften Mittelklasse hervorragend sehen lassen kann! Unser Testwagen glänzte im strahlenden Diamantweiß kombiniert mit einem schwarz-/cognacbraunen Leder im Interieur. Da steht das „C“ dann auch für „Chic!“ Die Lederausstattung ist eine Sünde wert und mit 1.940 € auch fair gepreist! Gut dazu kombiniert sind die bei der Prime Edition serienmäßigen feinen Zierteile in Aluminium.
Die Designer haben dem kompakten Mercedes eine schöne Linie gefaltet. So schön, dass der Dreier und A4 fast schon ein wenig konturlos wirken. Die charakterstarke Frontpartie mit ihrem prominentem Grill erinnert an die begehrenswerten Coupés der Stuttgarter. Das Avantgarde-paket ist die Basis für den Blue Efficiency. Auf Wunsch lässt sich der sportive Auftritt durch ein AMG-Sportpaket noch betonen. Keine Frage, der Blue Efficiency setzt auch optisch auf einen dynamischen Auftritt. Aus guten Grund…
Die neue Diesel-Generation: stärker, sparsamer, sauberer
Und damit sind wir noch mal beim Herzstück des 250 CDi. Ein feines Motörchen, das den Druck auf‘s Gaspedal spontan in Vortrieb ummünzt. Kunststück, liegt das maximale Drehmoment von 500 Nm doch schon bereits bei 1.600 U/Min an. Knapp über Leerlaufdrehzahl dürfen bereits 350 Nm verbucht werden, soviel wie die rund 30 PS schwächeren Mitbewerber aus Ingolstadt und München gerademal in der Spitze vorzuweisen haben. Gerade beim Beschleunigen fällt auf, dass sich der 2143 ccm-Treibsatz akustisch deutlich leiser gibt als seine Vorgänger-Generation!
Begeisternde Fahrleistungen!
Die Fahrleistungen begeistern. Die bereits oben erwähnten Eckdaten vermitteln aber nur wenig über die Mühelosigkeit, die der 1.6 t schwere 250 CDI Blue Efficiency beim Beschleunigen an den Tag legt. Schon ein sanfter Druck wird mit unnachgiebigem Druck quittiert. Wer der Empfehlung der Gangwechselanzeige in allen sechs Gängen konsequent folgt, kann ein Auto dieser Kategorie bequem mit einer Fünf vor dem Komma fahren. Unterstützt wird dieses Spartalent durch intelligentes Feintuning: der glattflächige Unterboden optimiert den Luftwiderstand, ebenso wie der teilverkleidete Grill. 16“-Reifen mit einem geringeren Rollwiederstand und eine längere Hinterachse zählen ebenfalls zu dem Blue Efficiency-Maßnahmekatalog. Unser Testwagen jedoch rollte auf eleganten 17“-Alus mit 225/45 R17-Reifen.
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