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STERNSTUNDE

1994: Große Fahrer und ein kleiner Helfer

Die Mercedes-Chronik des Jahres 1994
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Die erste 1994 gezeigte 1:1 Mercedes SLK-Studie war Roadster pur und verzichtete sogar auf ein Dach!

Wenn es um die Highlights anno 1994 geht, muss man nicht lange suchen: Sportsfreunde durften vor gut 15 Jahren bei der Fußball-WM in den USA und den Olympischen Winterspielen in Lillehammer mitfiebern. Für Spielernaturen brach mit der Weltpremiere der Sony Playstation in Japan eine neue Zeitrechnung an. Und woran erinnern sich treue Mercedes-Fans? Sicherlich an die offizielle Rückkehr der Stuttgarter in die Formel 1. Und vielleicht auch daran, dass die Marke ihres Herzens 1994 einen unscheinbaren Kasten präsentierte, den man als (sicherheitsbewusster) Autofahrer heute nicht mehr missen möchte: ESP

Vorhang auf für SLK, MCC und FCC

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Turin 1994: Mercedes-Benz präsentiert eine 1:5-Design-Studie des kommenden Mercedes-Benz SLK-Roadster

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1994 ist die Stunde Null für ein Mercedes-Modell, dass dem Unternehmen eine völlig neue Käuferschicht erobert und in seiner Klasse bis heute Maßstäbe setzt. Die Rede ist vom Mercedes-Benz SLK. Der kompakte Roadster wird uns zunächst in Appetit-Häppchen serviert: Es entstehen mehrere Studien im Maßstab 1:5 die andeuten, was uns demnächst den Sommer versüßen soll. Tatsächlich finden sich im späteren Serienmodell viele Gemeinsamkeiten mit den Studien wieder, eine jedoch nicht: So knallhart offen wie die erste Design-Version, nämlich ganz ohne Dachkonstruktion, kommt der echte SLK (zum Glück) nicht auf den Markt.

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Mercedes feilt aber nicht nur an der Zukunft des Roadsters. Bei anderen Studien stehen vielmehr Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit im Fokus. Das gilt für das Micro Compact Car (MCC), das 1994 in gleich zwei Versionen vorgestellt wird und einen Vorgeschmack auf die „smarte“ Mobilität in unseren Städten gibt.

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Darüber hinaus präsentiert Mercedes die Studie FCC, was für Family Car China steht und – nomen est omen – der Massenmobilisierung im Reich der Mitte dienen soll.

Böser Dagobert, guter Nelson

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Ob Kaufhauserpresser Dagobert die Polizei in diesem C-Klasse-Renner abgehängt hätte?

Dagobert hält alle zum Narren – zumindest die, die ihn über Monate hinweg jagen. Die Rede ist natürlich nicht von Fantastillionär Dagobert Duck aus Entenhausen, sondern von Kaufhauserpresser Dagobert, alias Arno Funke. Funkes kriminelles Genie flackert 1988 erstmals auf, um zwischen 1992 und 1994 seine Hochphase zu erreichen. Bei seinen Erpressungen beweist er eine beeindruckende Raffinesse, was den Arm des Gesetzes ein ums andere Mal ziemlich schlapp aussehen lässt. Als man ihn schließlich doch stellt, sind einige Menschen sogar ein bisschen traurig – schließlich bedeutet dies das Ende eines Krimis, der lebensechter und spannender war, als 90 % aller „Tatorte“.
Ein anderer Mann schreibt 1994 Politikgeschichte: Nelson Mandela, der wie kaum ein anderer für die Rechte der schwarzen Bevölkerung seiner Heimat kämpft, wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas. Bis zu diesem historischen Moment musste der Mann mit dem Leitspruch „Der Kampf ist mein Leben“ nicht weniger als 27 Jahre in politischer Gefangenschaft verbüßen.

Vorn in the USA, back in the F1

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1994 beweist Mercedes-Benz sein Können in einer uramerikanischen Domäne – der IndyCar-Serie. Teampartner bei dieser rennsportlichen Exkursion ist der erfolgsverwöhnte Penske-Rennstall. Dass man mit Stuttgarter Technik aufs richtige (Renn-)Pferd gesetzt hat, beweist der IndyCar Penske-Mercedes PC 23 schnell: Sein Ilmor-Mercedes-Benz Motor trägt mit dazu bei, dass sowohl die prestigeträchtigen „500 Meilen von Indianapolis“, als auch die IndyCar World Series gewonnen werden können.
Ebenfalls 1994 kehrt der Name Mercedes endgültig auf die Formal 1-Bühne zurück. Er klebt selbstbewusst auf dem Sauber-Mercedes C 13. Dessen Antrieb ist ein Zehnzylinder, der bei Ilmor gebaut wird. 765 PS bei 14000 Umdrehungen stellt das Aggregat seinen Fahrern Heinz-Harald Frentzen, Karl Wendlinger und Andrea de Cesaris zur Verfügung. Die Jungs geben ihr Bestes, mehr als der 8. Platz in der Konstrukteurswertung ist 1994 aber (noch) nicht drin.

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Aktualisiert: Mittwoch, 20. Januar 2010

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