AUTO DER WOCHE
Smart gemacht: Brillanter Brabus
Der in Diamant-Weiß lackierte smart Roadster ist hochkarätiger Hingucker
Klein aber fein und oho sowieso: Der smart Roadster Brabus von Kai Restemeyer ist einer wie keiner. Warum? Erstens gibt es nicht so viele von dieser Art des Mercedes Tochterunternehmens. Zweitens vertraut der Fahrer nicht nur auf das Brabus-Talent, wenn es darum geht, dass der smart gut ankommt. Nein, richtig in Szene gesetzt wurde der smart Roadster erst durch einige elegante Details aus der Edelmetallschmiede RS-Parts in Witten.
Die Wittener smart-Tuner haben schon so manchem smart zu einem großen Auftritt verholfen. Wir erinnern gern an den "Big Orange", jenen smart im Breitbau-Look, den wir letztes Jahr in unserem Online-Magazin vorgestellt haben. Jetzt zeigen wir als Auto der Woche einen Roadster, der durch die filigrane Feinarbeit von RS-Parts seinen letzten Schliff erhalten hat.
Die Aufgabenstellung: Edel. Dezent. Dynamisch.
"Als der smart zu uns in die Werkstatt kam, wusste der Kunde nur, dass er den Roadster irgendwie anders haben wollte," erzählt Robert Sekulic, Inhaber von RS-Parts. "Wir haben uns über die Wünsche des Besitzers lange unterhalten und daraufhin Vorschläge für die Modifikationen unterbreitet." Gemeinsam war man sich bald einig: Edel sollte der Wagen aussehen. Nicht zu übertrieben dürfe die Optik wirken. Und doch solle der smart trotz des dezenten Erscheinungsbildes eine dynamische Ausstrahlung besitzen. Und natürlich sollte das Auto ein Unikat werden. "Die Unverwechselbarkeit des smart war dem Kunden sehr wichtig", erinnert sich Robert Sekulic
Dem smart Roadster war kein großer Verkaufserfolg beschieden. Das Publikum konnte sich mit dem flinken, flachen Zweisitzer zu seinen Lebzeiten nie so recht anfreunden. Schon ab Verkaufsstart am 11. April 2003 gelang es diesem Modell, das als Ausführung mit 61 PS und 82 PS Leistung geordert werden konnte, nie so recht, die Massen begeistern. Daran änderten weder die rasch lancierten Sondermodelle, noch die 101 PS starke Brabus Edition wenig. Nach nur 43.000 gebauten Exemplaren wurde die Produktion Ende 2005 eingestellt. Jetzt werden die Preise für Gebrauchte günstiger und siehe, viele hättern gern einen smart Roadster! Erst Recht, wenn das Exemplar so ausschaut wie dieses kleine Meisterwerk!
Dass der Roadster kein großer Verkaufsschlager war, trägt vermehrt zur Freude seiner heutigen Besitzer bei. Der ungeliebte Zweisitzer hat sich zum gern gesehenen Typ im Roadster-Fahrerlager gemausert – wobei eines ganz klar festgehalten werden muss: Der smart Roadster war und ist ein Auto für echte Individualisten und Fahrer, die zum Understatement tendieren. Dafür, den nur 1,2 m hohen Wagen mit Spaß zu chauffieren und trotzdem über den Dingen zu stehen, ist schließlich nicht jeder geschaffen.
Sportlichkeit in Kleinkultur: Fahrspaß mit 698 ccm!
Keine Frage: Statussymbole sehen anders aus. Oder vielleicht doch nicht? Der gerade mal 3,5 m lange smart Roadster steht für pure Sportlichkeit in Kleinkultur! Die Fahrleistungen des Flitzers waren schon immer über jeden Zweifel erhaben. Wahrscheinlich hatte der smart Roadster nur das Pech, zur falschen Zeit auf dem Automarkt erschienen zu sein. Heutzutage, wo die Begriffe 'Downsizing' und 'Effizienz' die Richtung des Automobilbaus vorgeben, würde so mancher, der den Roadster mit seinem 698-ccm-Dreizylinder-Motor bei seinem Debüt als halbe Portion deklassierte, als Geniestreich feiern.
Der Wagen, dem einst das Lob versagt blieb, genießt einen späten Ruhm. Kai Restemeyer griff bei seinem Exemplar im Mai 2006 zu. Da war das Auto zwei Jahre alt und sah noch ganz normal aus. Normal? Nein, eine Portion Super steckte in dem Smart von Anfang an drin. Schließlich handelte es sich bei dem Fundstück um ein pfundiges Teil der Brabus Edition.
Der Bottoper Mercedes Tuner hatte dem kaum 800 kg wiegenden Straßendäumling ein paar Dinge mit auf den Weg gegeben, die ihn zum respektablen Pistenschreck adelten. Zum Upgrade aus Bottrop gehörten 17"- Alufelgen, ein Aerodynamikpaket (bestehend aus Frontspoiler und Seitenschwellerleisten) ein mit Leder, Alu-Parts und Sportzubehör aufgewertetes Interieur nebst Sportabgasanlage und Leistungssteigerung auf beachtliche 101 PS. Mit dieser Kraft spurtet der Knirps unter den Roadstern in nur 9,8 Sekunden von 0-100 km/h. Und wenn der smart zur Höchstform aufläuft, dann zeigt der Tacho eine Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h an.
Die vermehrte Kraft der drei Kerzen
Zu den starken Seiten, die durch die Firma RS-Parts bei dem smart aufgezogen worden sind, gehört eine Leistungssteigerung. Silikonschäuche, ein Pop-Off-Ventil und eine modifizierte Motorelektronik gehen auf das Konto des Tuners. Der Roadster ist seitdem mit 130 PS scharf geladen!
Von den überraschend dynamischen Fahrleistungen des Dreizylinder-Turbo-Motors mit dem Hubraum eines Kaffeekännchens haben nur Kai und sein Mitfahrer etwas. Von der tollen Optik freilich kann jeder partizipieren. Und siehe da: Überall, wo Kai mit seinem smart auftaucht, folgen ihm bewundernde Blicke. Der Roadster gefällt und begeistert. Da Kai die Embleme an dem Auto entfernte, wird er oft gefragt, wer bzw. was denn sein Weggefährte sei. Wenn die Leute dann die Antwort hören, sind sie erst verwundert und dann positiv überrascht. "Ah, das ist ein smart? Ja Donnerwetter!"
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Kommentare: 2
Aktualisiert: Dienstag, 13. April 2010
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biggibenz » Birgit aus Stuttgart (41)
Die müssen hier doch auch von was leben! Das geht nur über Werbung!
Microcar » Walter aus Karlsruhe (46)
Ich find den ja gar nicht schlecht, aber die Werbung an den Seiten hätts ja nicht gebraucht!!!