Wenn Konstruktion und Fahrerlebnis eines Mercedes im Originalzustand rundweg begeistern, dann kann man auf markenfremdes Zubehör leichten Herzens verzichten. So wie Bastiaan Smit zum Beispiel. Der Mercedes-Fan schwört auf die beachtlichen Qualitäten seines Mercedes 190D 2.5. Ein paar Extras hat er sich und seinem W 201 freilich dennoch gegönnt – allerdings nahezu komplett aus dem Hause Mercedes-Benz.
Für den W 201 sprechen gute Gründe
Aus Bastiaan Smits Sicht sprechen vor allem zwei Gründe für einen Mercedes-Benz W 201 Diesel: „Erstens ist der 190 Diesel enorm zuverlässig und sparsam. Zweitens handelt es sich bei dem Auto um einen typischen Mercedes Benz. Also solcher bietet er trotz seiner kompakten Ausmaße sowohl die traditionelle Mercedes-Qualität als auch ein Fahrerlebnis wie es nur die Marke mit dem Stern bieten kann.“
Der 190: Typisch Mercedes-Benz – und doch anders
In bezug auf die Qualitäten des W 201 ist Bastiaan Smit natürlich rückhaltlos zuzustimmen. Denn da ist der 190er tatsächlich ein typischer Mercedes. In optischer Hinsicht stellt(e) der Baby-Benz hingegen einen Stilbruch mit der bisherigen Mercedes-Benz-Tradition dar. So kannte das neuartige Design mit seinem markanten Heckabschluss keinerlei Vorbilder. Ebenfalls ungewöhnlich war, dass die Stylisten beim W 201 mit Ausnahme des Kühlergrills auf jeglichen Chromschmuck verzichtet hatten.
Mit einem W 123 begann die Leidenschaft für Mercedes-Benz
„Wie ich zu Mercedes gekommen bin, ist eigentlich ganz einfach“, erzählt Bastiaan Smit: „Als Führerschein-Neuling war mir die Automarke zunächst gar nicht so wichtig. Ich wollte im Grunde nur von A nach B kommen. Irgendwann aber wünschte ich mir ein "richtiges Auto". 1986 war es dann soweit: Der Elektrotechniker erwarb sein erstes „richtiges Auto“, ein 78er Mercedes Benz 200D W 123.
Ein W 123 löst den anderen ab
Nach fünf Jahren segnete den 200D das Zeitliche. Der Norddeutsche hatte aber Gefallen an der großräumigen Limousine gefunden und sich mit einem 300D Baujahr 1982 einen leistungsstärkeren Nachfolger in die Garage geholt. „Trotz seiner Mehrleistung war der 300D sparsamer. Ein tolles Auto“, erinnert sich Bastiaan Smit. Gleichwohl trennte er sich nach sechs Jahren von dem geliebten Wagen, um ihn durch ein jüngeres Fahrzeug zu ersetzen.
Der erste 190 W 201
Auf der Suche nach einem moderneren Modell entdeckte der Mercedes-Fan einen annoncierten Mercedes 190D 2.0 Automatik. „Eigentlich hielt ich nach einem 190D 2.5 Ausschau. Dennoch rief ich den Eigner an, um den Wagen zu inspizieren. Leider verfügte der W 201 bis auf die Automatik nur über eine Basis-Ausstattung. Dafür war der Mercedes aber super gepflegt, und auch der Preis war günstig.“
Viel Mercedes für wenig Geld
Für den scheckheftgepflegten 190er mit gerade mal 100.000 Kilometern und einen kompletten Radsatz nebst Winterreifen forderte der Verkäufer umgerechnet lediglich 5.500 Euro. „Das war ein tolles Angebot! Da konnte ich nicht nein sagen“, blickt Bastiaan Smit zurück. Als Caravan-Fan montierte er sogleich noch eine Anhängerkupplung. Zudem gönnte er sich für die kalten Wintermonate eine Standheizung von Eberspächer.
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