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AUTO DER WOCHE

Außen uih – innen hui: Mercedes W201

190er mit dem vollen Programm
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„Wenn schon, denn schon“, lautet die Devise von Mercedes-Fan André Fischer, der seinen 92er Baby-Benz nach allen Regeln der Kunst aufmöbelte. Im Zuge seines aufwändigen Projekts erhielten Motor, Fahrwerk, Outfit und Interieur des Mercedes W201 eine umfassende Überarbeitung. Unmengen von Arbeitsstunden und tolle Ideen stecken in dem 190er. Lohn der Mühe: Ein Mercedes mit jeder Menge Drum und Drin.

Wie alles begann...

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Rückblende in das Jahr 2000: Bevor André den Mercedes erwarb, gondelte er in einem Toyota Corolla durch die Gegend. „Der Toyota war mein erstes Auto überhaupt“, erinnert sich der der heute 31jährige. „Nichts Besonderes, aber genau das Richtige für einen Führerschein-Rookie.“ Nach zwei Jahren wurde André jedoch in einen Autounfall verwickelt. Diagnose: Totalschaden für den Toyota. Wohl oder Übel musste André sich auf die Suche nach einem neuen fahrbaren Untersatz machen. Ein Kumpel arbeitete als Mechaniker bei Mercedes. Dessen fachkundiger Rat: „Kauf Dir einen 190er. Das ist ein großartiges und zuverlässiges Auto.“

Guter Rat muss nicht teuer sein: „Kauf einen Mercedes“!

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Wie es der Zufall wollte, stand auch gerade ein Mercedes W201 aus dem Kreis der Arbeitskollegen des Freundes zum Verkauf. Der Spengler des Mercedes-Betriebs wollte sich von seinem 190E Baujahr 1992 trennen. Seinerseits hatte er den Wagen vom Betrieb übernommen, der diesen mal in Zahlung genommen hatte. Beim eigentlichen Erstbesitzer handelte es sich um einen älteren Herrn, der den Mercedes mit einem Frontschaden bei besagter Mercedes-Vertretung eingeliefert hatte. „Der Karosserieklempner war offenkundig nicht wirklich drauf bedacht gewesen, den Wagen wieder tiptop herzurichten. Die ausgeführten Reparaturarbeiten diente lediglich dem Zweck, ein preiswertes und fahrtüchtiges Auto zu haben. Nun, nach einem Jahr, wollte er den Mercedes wieder verkaufen“, erinnert André sich an die Erstbesichtigung seines W201.

Der W201 präsentierte sich in gutem Zustand

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„Der optische Zustand war dennoch ziemlich gut“, leuchten Andrés Augen während des Erzählens auf. „Der silbergraue Lack war für sein Alter noch passabel erhalten. Auch der Innenraum präsentierte sich recht gepflegt. Selbst in technischer Hinsicht schien zunächst alles in Ordnung.“ Also zögerte André nicht lange und kaufte den Mercedes W201.

Innere Werte

Klicken Sie auf die Galerie für die Innenansichten des W201

GALERIE: AUßEN UIH – INNEN HUI: MERCEDES W201 / INTERIEUR

Der 190er sollte eigentlich original bleiben

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Doch schon nach einer Woche ereilte André der erste Schock: Schaden an der Zylinderkopfdichtung! Nach einigem Hin und Her übernahm der Vorbesitzer jedoch kulant die Kosten für die Reparatur. In der Folge zeigte sich zudem, dass die Jahre eben nicht ganz spurlos an dem Mercedes vorbeigegangen waren. „Das Differential schwitzte Öl aus, und an den Achsteilen war der erste Rost zu entdecken“, berichtet der Elektriker. „Freilich nichts Weltbewegendes. Und deshalb hat es mich auch nicht sonderlich gestört. Denn zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keinen einzigen Gedanken an ein Tuning des W201 verschwendet. Vielmehr dachte ich daran, den Wagen einfach nur zu fahren.“ Und so gingen vier weitere Jahre ins Land.

Mit einem Lenkrad beginnt die Metamorphose des Mercedes zum Streetcruiser

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Vor sechs Jahren allerdings erwachte im Freiberger dann aber doch der Wunsch nach ein bisschen Abwechslung im Cockpit. Wie so viele Tuning-Stories so fing auch diese ganz unscheinbar und klein an – nämlich mit einem 32er Sportlenkrad. „Das originale Volant erschien mir irgendwie zu groß und unhandlich.“ Tja, und einmal mit dem Schrauben begonnen, gab’s kein Halten mehr. Plötzlich hatte André doch tatsächlich der Ehrgeiz gepackt, den Mercedes-Benz gehörig zu überarbeiten!

Der W201 wird bis auf Weiteres stillgelegt

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„Dabei ging es mir darum, dem 190er gründlich gegen den Strich zu bürsten, da dem W201 oftmals das Image des Rentner-Autos anhaftet. Ein Ruf, der mir völlig unverständlich ist, zumal Mercedes-Benz mit dem Auto ja gezielt eine jüngere Käuferschicht ansprechen wollte und der 190 auch im Motorsport sehr erfolgreich eingesetzt wurde“ Na, jedenfalls wollte André nun ein Komplettprogramm realisieren. Kleckern, nicht Klotzen: Generalstabsmäßig geplant, meldete er den Mercedes ab, um sich in den nächsten dreieinhalb Jahren ausführlich und in aller Ruhe der Modifikation seines Benz widmen zu können.

Ein dynamisches Dress stylt den Baby-Benz auf „wild“

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Nach Komplettdemontage, Restauration der Substanz und Erneuerung der Rostprophylaxe machte André sich ans Facelift seines W201. Nun klopft der Mercedes mit den montierten Rieger-Parts (Front- und Heckschürze sowie Schwellerleisten) optisch enorm auf den Busch. Die Schürzen erhielten zudem eine Überarbeitung. So zeugen ein größerer Lufteinlass vorne und der Eigenbau-Diffusor am Heck von dem gesteigerten Leistungspotential. Weitere Sehenswürdigkeiten registriert das Auge in der gecleanten Motorhaube, den Eigenbau-Lufthutzen, dem angeschweißten Grill und den modifizierten M3-Spiegeln.

Erhellende "Highlights" am Mercedes

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Dank merklich geweiteter Gehäuse lässt der Mercedes optisch die Muskeln spielen. Ferner hebt die nachgerüstete 16V-Dachantenne das Image des Mercedes. Und mit den via LEDs erhellten Sidemarkers, den Klarglasscheinwerfer (Bi-Xenon) und –Rückleuchten sowie den BMW E36-Nebelscheinwerfern gehen dem W201 ganz besondere Lichter auf. Den Hingucker-Effekt macht die auffällige Two-Tone-Lackierung in Schwarz (VW) und Rot (Chrysler) perfekt.

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Kommentare: 4
Aktualisiert: Freitag, 19. August 2011

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Dome » Dominik aus Dortmund (24)

Do, 25.08.2011 // 14:20 Uhr

Ich finde den ehrlich gesagt gar nicht mal so schlecht ;-)
Für die Farbe der Felgen wäre ich wohl nicht mutig genug gewesen und hätte sie schwarz oder weiß gemacht.

Ich finde es erstaunlich wie modern dieser 190er wirkt.

Was mich am Exterieur stört sind die Seitenschweller, sieht irgendwie unvorteilhaft für die Gesamtoptik aus das die nach hinten so komisch abfallen.
Auch die Haube ist mir etwas zu extrem.
Scheibenwischerstellung gefällt mir auch nicht. Aber abgesehen von diesen Punkten sieht er ordentlich aus und hat vor allem nicht nen 2.0 D drin sondern nen vernünftigen Motor der auch zu optik passt ;-)

UBIK1969 » Thomas aus Kiel (52)

Fr, 19.08.2011 // 17:28 Uhr

Oh Mann, der arme 190er...

ICEMAN_ZIDANE » Zinedine aus Gevelsberg (21)

Do, 18.08.2011 // 16:40 Uhr

WoW wie sauber und neu sieht er den innen aus!!??. Super

Außen wurde meiner meinung nach übertrieben.
Er könnte mit dem Geld ein Evo 2 Umbau/tuning machen ,jedoch hat jeder einen anderen Geschmack...

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ScionTJ » Tobias aus Essen (19)

Do, 18.08.2011 // 16:08 Uhr

Hut ab! Sehr schöner Umbau. Vorallem der Motorraum und das Intereur gefallt mir sehr gut! Das Bodykit und die Motorhaube... hätte man schöner machen können. Aussen wirkt er meiner meinung nach zu Verbastelt.

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